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Tourismus in der Region: Politik sieht Chancen und Handlungsbedarf

Bei der Chiemsee Schifffahrt von links: MdB Daniela Ludwig, MdB Michael Kießling, Geschäftsführer Michael Fessler. Foto: Abgeordnetenbüro Daniela Ludwig

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

5. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Prien / Landkreis Rosenheim – Der Tourismus im Chiemsee-Alpenland gilt aus Sicht von Politik und Branche als zentraler Wirtschaftsfaktor der Region, steht aber zugleich vor wachsenden strukturellen Herausforderungen. Darüber wurde bei einem Austausch im Yachthotel Chiemsee diskutiert, an dem der tourismuspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Kießling, sowie die CSU-Bundestagsabgeordnete Daniela Ludwig teilnahmen.

Kießling ordnete den Tourismus als eine der wichtigsten Wirtschaftsbranchen in Deutschland ein. Nach seinen Angaben sichere die Branche rund drei Millionen Arbeitsplätze und komme bundesweit auf etwa 500 Millionen Übernachtungen, davon rund 100 Millionen in Bayern. Daniela Ludwig verwies auf die Bedeutung der Region Chiemsee-Alpenland, wo die Bruttoumsätze im Tourismus nach ihren Angaben im Jahr 2024 bei über 900 Millionen Euro lagen. Als Beispiel hob sie die Chiemsee-Schifffahrt hervor, die jährlich rund 900.000 Gäste befördert und seit fünf Generationen als Familienbetrieb geführt wird. Vor der Diskussion hatte Kießling das Unternehmen besucht.

Bürokratie, Verkehr und Gesundheitsversorgung im Fokus

Im Mittelpunkt des Austauschs standen anschließend nach Angaben der Teilnehmer vor allem Bürokratieabbau, Verkehr, Baurecht und Gesundheitsversorgung. Landrat Otto Lederer verwies dabei auf die hohe Klinikdichte in Stadt und Landkreis Rosenheim und äußerte die Einschätzung, dass geplante gesetzliche Änderungen finanzielle Auswirkungen auf Einrichtungen und damit auch auf kommunale Angebote haben könnten. Der Aschauer Bürgermeister Simon Frank sprach sich in diesem Zusammenhang für eine stärkere Rolle des Gesundheitstourismus aus und forderte zudem eine bessere Nutzung leerstehender Gebäude im Außenbereich.

Auch wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Tourismus wurden diskutiert. Die Kreisvorsitzende des DEHOGA Bayern sprach von wachsendem Wettbewerbsdruck durch günstigere Hotelangebote. Zudem wurde die geplante Streckensanierung der Deutschen Bahn mit einer möglichen längeren Sperrung der Verbindung München–Rosenheim–Salzburg kritisch bewertet, da Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Region befürchtet werden.

Ein weiteres Thema war die finanzielle Situation der Kommunen. Der Priener Bürgermeister Andreas Friedrich verwies auf hohe Investitionen bei gleichzeitig begrenzter Refinanzierung. Kießling kündigte in diesem Zusammenhang eine geplante Erhöhung der Städtebauförderung auf 1,4 Milliarden Euro an. Daniela Ludwig erklärte, sie habe zahlreiche Anregungen aus der Diskussion mitgenommen und wolle den Austausch mit der Region fortsetzen.
(Quelle: Pressemitteilung Abgeordnetenbüro Daniela Ludwig / Beitragsbild: Abgeordnetenbüro Daniela Ludwig)

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