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DGB protestiert in Rosenheim gegen Sozialpläne der Bundesregierung

DGB-Kundgebung am 8.7.2026. auf dem Rosenheimer Max-Josefs-Platz. Foto: Josefa Staudhammer

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

9. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Mit aufgespannten Regenschirmen haben am Mittwochabend (8.7.2026) mehr als 100 Menschen auf dem Max-Josefs-Platz gegen aus ihrer Sicht drohende Einschnitte im Sozialbereich protestiert. Die Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Rosenheim war die erste öffentliche Reaktion in der Stadt auf die von der Bundesregierung angekündigten Änderungen im Arbeits- und Sozialbereich.

Auch ohne Regen bestimmten zahlreiche Schirme das Bild der Kundgebung. Viele davon waren in der roten Markenfarbe des DGB gehalten, einige in Regenbogenfarben. Nach Angaben der Veranstalter sollten die Schirme als sichtbares Symbol für den Schutz des Sozialstaats dienen.

„Es ist jetzt Zeit für ein starkes Signal“, sagte DGB-Organisationssekretär Sepp Parzinger bei der Kundgebung. Nach seinen Angaben sei die Idee für die Protestaktion bereits vor rund drei Wochen entstanden – also zu einem Zeitpunkt, als die konkreten Pläne der Bundesregierung zur Entlastung der Sozialkassen noch nicht vorgestellt gewesen seien. Schon damals habe der DGB aus seiner Sicht Anlass zur Sorge über mögliche Einschnitte im Arbeits- und Sozialbereich gesehen. Die inzwischen bekannt gewordenen Vorhaben hätten diese Befürchtungen nach Darstellung Parzingers noch verstärkt.

Kritik an geplanten Änderungen im Arbeits- und Sozialbereich

Nach Angaben des Gewerkschaftsbundes richten sich die Proteste unter anderem gegen die geplante Pflicht zur Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits ab dem ersten Krankheitstag, die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung sowie weitere angekündigte Änderungen im Arbeits- und Sozialrecht. Außerdem kritisiert der DGB mögliche Einschnitte im Bereich der Pflege, aus seiner Sicht drohende Verschlechterungen bei der Gesundheitsversorgung sowie geplante Änderungen bei Arbeitszeit, Tarifverträgen und Steuerpolitik.

Auch Manuel Halbmeier, Vorsitzender des DGB-Kreis- und Stadtverbandes Rosenheim, ergriff bei der Kundgebung das Wort. Er äußerte nach Angaben des DGB Kritik an den Vorhaben der Bundesregierung. Aus seiner Sicht würden die geplanten Maßnahmen vor allem Arbeitnehmer belasten und könnten Arbeitgebern zusätzliche Macht verschaffen. Neben Parzinger und Halbmeier sprachen weitere Redner bei der Kundgebung. Die Beiträge wurden von den Teilnehmern mit Applaus und Trillerpfeifen begleitet.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Josefa Staudhammer)

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