Fürth / Bayern – Im Freistaat ist im vergangenen Jahr weniger Fleisch produziert worden. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden 2025 rund 625.700 Tonnen Fleisch (ohne Geflügel) erzeugt. Das entspricht einem Rückgang von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark fiel das Minus bei der Rindfleischerzeugung aus.
In die Statistik fließen sowohl die Produktion in gewerblichen Schlachtbetrieben als auch Hausschlachtungen ein. Insgesamt wurden 2025 rund 21.100 Tonnen weniger Fleisch erzeugt als noch ein Jahr zuvor.
Rindfleisch besonders stark betroffen
Die Erzeugung von Rindfleisch sank gegenüber 2024 um 5,4 Prozent auf rund 265.300 Tonnen. Damit entfielen weiterhin gut 42 Prozent der gesamten bayerischen Fleischerzeugung auf diese Kategorie.
Der regionale Schwerpunkt liegt nach Angaben des Landesamts in Oberbayern mit rund 111.100 Tonnen sowie in Schwaben mit etwa 73.500 Tonnen. Gemeinsam stammen damit knapp 70 Prozent der bayerischen Rindfleischproduktion aus diesen beiden Regierungsbezirken.
Parallel dazu ging auch die Zahl der geschlachteten Rinder zurück. Sie verringerte sich innerhalb eines Jahres um 6,3 Prozent auf rund 730.000 Tiere.
Schweinefleisch bleibt wichtigste Fleischart
Mit einem Anteil von 57,2 Prozent bleibt Schweinefleisch die bedeutendste Fleischart in Bayern. Die Produktion belief sich 2025 auf rund 358.000 Tonnen und lag damit 1,6 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Für die Schweinefleischerzeugung wurden rund 3,7 Millionen Tiere geschlachtet. Das waren rund 85.000 Schweine beziehungsweise 2,2 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Regional konzentriert sich die Schweinefleischerzeugung vor allem auf Niederbayern, wo mehr als die Hälfte der bayerischen Produktion entsteht. Dahinter folgt Oberfranken.
Langfristiger Abwärtstrend setzt sich fort
Der Blick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik einen anhaltenden Rückgang der Fleischerzeugung. Während 2015 noch rund 810.000 Tonnen Fleisch produziert wurden, waren es 2025 nur noch 625.700 Tonnen. Das entspricht einem Minus von 22,7 Prozent.
Besonders deutlich fiel der Rückgang bei der Schweinefleischproduktion aus, die innerhalb eines Jahrzehnts um 26,7 Prozent zurückging. Die Rindfleischerzeugung verringerte sich im selben Zeitraum um 16,9 Prozent.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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