Rosenheim – Für viele Rosenheimer ist der Keferwald seit jeher mehr als nur ein Stück Wald: Er steht für Natur, Bewegung und Erholung. Einst zog der Trimm-Dich-Pfad viele Sportler in das Gebiet, später gab es immer wieder Ideen, den Bereich wieder stärker für Freizeitaktivitäten zu nutzen. Die Hoffnung, dafür auch das von der Bundespolizei genutzte Gelände westlich der Pürstlingstraße öffnen zu können, erfüllt sich aktuell aber nicht.
Wie die Stadtverwaltung in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses mitteilte, lehnt die Bundespolizei eine Öffnung des Geländes für die Öffentlichkeit derzeit ab. Auch ein Verkauf der Flächen ist aktuell nicht vorgesehen.
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SPD wollte Freizeitnutzung im Keferwald stärken
Die Rosenheimer SPD-Stadtratsfraktion hatte im Herbst 2024 vorgeschlagen, das Areal langfristig als öffentlich zugänglichen Erholungsraum weiterzuentwickeln. Dabei sollte auch geprüft werden, ob der historische Ferdinand-Schlögl-Weg wiederhergestellt werden kann.
Der Wunsch nach einer stärkeren Nutzung des Keferwalds für Freizeit und Sport reicht allerdings weiter zurück. Im August 1978 wurde dort ein drei Kilometer langer Trimm-Dich-Pfad mit zehn Stationen eröffnet. Über viele Jahre war die Strecke ein beliebter Treffpunkt für Sportler.
Eine Wiederbelebung des ursprünglichen Pfades scheiterte später an rechtlichen Fragen rund um verschiedene Grundstücke. Dabei betrafen die damaligen Probleme nicht das Gelände der Bundespolizei, sondern andere angrenzende private Flächen. Trotzdem blieb der Keferwald in der Stadtpolitik immer wieder Thema, wenn es um Naherholung und Freizeitmöglichkeiten ging.
Bundespolizei nutzt Gelände weiterhin
Eigentümerin der Flächen westlich der Pürstlingstraße ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA). Genutzt wird das Gelände von der Bundespolizeiabteilung Deggendorf.
Nach Angaben der Stadt liegt inzwischen eine schriftliche Stellungnahme der Bundespolizei vor. Darin wird mitgeteilt, dass das Gelände weiterhin für die eigenen Zwecke genutzt werde. Eine Beendigung des Mietverhältnisses sei nicht geplant. Einer Öffnung des Areals für die Öffentlichkeit werde nicht zugestimmt.
Von Seiten der BImA gibt es derzeit keine Pläne für einen Verkauf oder eine Öffnung des Geländes. Die Flächen sind langfristig vermietet. Sollte das Mietverhältnis irgendwann enden, müsste zunächst geprüft werden, ob weiterhin ein Bedarf des Bundes besteht. Erst danach könnten die Grundstücke möglicherweise anderen Interessenten, etwa Kommunen, angeboten werden.
Rosenheims Oberbürgermeister Abuzar Erdogan erklärte in der Sitzung dazu, dass es bei vergleichbaren Bundesflächen derzeit ähnliche Herausforderungen gebe. Aufgrund der veränderten sicherheitspolitischen Lage werde bei Flächen des Bundes stärker geprüft, ob diese künftig für eigene staatliche Aufgaben benötigt werden könnten.
Wald bleibt wichtiger Ausgleichsraum
Bei den betroffenen Grundstücken handelt es sich überwiegend um Waldflächen. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass diese bereits heute eine wichtige Funktion für Rosenheim erfüllen – unter anderem als Schutzwald für Immissionen, Lärm und das lokale Klima – aber aus dem Wunsch, dieses Areal für die Öffentlichkeit erlebbarer zu machen, wird nach aktuellem Stand vorerst nichts.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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