Rosenheim – Im Landkreis Rosenheim gibt es deutlich mehr zugelassene Pkw pro Einwohner als in der Stadt Rosenheim. Neue Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik zeigen ein klares Stadt-Land-Gefälle: Während der Landkreis bei der Pkw-Dichte insgesamt über dem bayerischen Durchschnitt liegt, bleibt die Stadt Rosenheim darunter.
Zum Stichtag 1. Januar 2026 kamen im Landkreis Rosenheim 694,1 Pkw je 1.000 Einwohner. In der Stadt Rosenheim lag die Pkw-Dichte insgesamt bei 555,3 Pkw je 1.000 Einwohner. Damit kommen im Landkreis rechnerisch rund 139 Fahrzeuge mehr je 1.000 Einwohner auf die Bevölkerung als in der Stadt.
Kurz erklärt: Was bedeutet Pkw-Dichte?
Die Pkw-Dichte zeigt, wie viele Personenkraftwagen auf 1.000 Einwohner kommen. Ein Wert von 639 bedeutet beispielsweise: In Bayern gibt es rechnerisch 639 Pkw je 1.000 Einwohner.
Bei der Pkw-Dichte insgesamt werden alle zugelassenen Pkw berücksichtigt. Dazu zählen neben privaten Fahrzeugen auch beispielsweise Firmen- und Dienstwagen.
Die private Pkw-Dichte betrachtet dagegen nur Fahrzeuge, die auf Privatpersonen zugelassen sind. Sie zeigt damit genauer, wie viele Autos den Einwohnern privat zur Verfügung stehen.
Landkreis über Bayern-Durchschnitt
Bayernweit lag die Pkw-Dichte insgesamt zum Jahresbeginn 2026 bei 639 Fahrzeugen je 1.000 Einwohner. Damit liegt der Freistaat weiterhin deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 593 Pkw je 1.000 Einwohner.
Der Landkreis Rosenheim liegt mit 694,1 Pkw je 1.000 Einwohner über diesem Wert. Die Stadt Rosenheim kommt mit 555,3 Pkw je 1.000 Einwohner dagegen auf einen deutlich niedrigeren Wert.
Auch bei privaten Pkw zeigt sich der Unterschied
Nicht nur bei der Gesamtzahl der zugelassenen Fahrzeuge gibt es Unterschiede. Auch bei den privaten Pkw liegt der Landkreis deutlich vor der Stadt:
- Landkreis Rosenheim: 624,1 private Pkw je 1.000 Einwohner
- Stadt Rosenheim: 467,4 private Pkw je 1.000 Einwohner
Der Abstand beträgt hier rund 157 private Fahrzeuge je 1.000 Einwohner.
Warum auf dem Land mehr Autos vorhanden sind
Die Unterschiede zwischen Stadt und Landkreis entsprechen dem Muster, das auch das Bayerische Landesamt für Statistik beschreibt: In ländlichen Regionen ist die Pkw-Dichte häufig höher als in Städten.
Ein Grund dafür sind längere Wege zur Arbeit und eine geringere Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Während in Städten viele Wege auch mit Bus, Bahn, Fahrrad oder zu Fuß zurückgelegt werden können, sind Menschen in ländlicheren Regionen häufiger auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen.
Ingolstadt mit höchster Pkw-Dichte
Bayernweit weist die Stadt Ingolstadt mit 738 Pkw je 1.000 Einwohner die höchste Pkw-Dichte insgesamt auf. Bei den Landkreisen liegen Dingolfing-Landau (733), Rottal-Inn (731) und Cham (728) an der Spitze.
Die niedrigsten Werte unter den bayerischen Städten haben Nürnberg mit 468 und Augsburg mit 472 Pkw je 1.000 Einwohner.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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