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Mehr Leben an Rosenheims Flüssen? Stadt prüft temporäre Pop-up-Gastronomie

Blick Mangfall Rosenheim bei Innspitz

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

28. Juli 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Der Kulturstrand am Innspitz startet in wenigen Tagen (wir berichteten)  wieder und zeigt, wie beliebt Angebote am Wasser sein können. Künftig könnten in Rosenheim möglicherweise weitere zeitlich begrenzte gastronomische Angebote entstehen: Der Haupt- und Finanzausschuss hat sich mit einem Antrag zu sogenannten Pop-up-Bars an Inn, Hammerbach und Mangfall beschäftigt und die nächsten Schritte für ein mögliches Pilotprojekt beschlossen.

Fünf mögliche Standorte geprüft

Der Antrag stammt von der SPD-Stadtratsfraktion und FDP-Stadtrat Marcus Moga. Darin wird vorgeschlagen, geeignete Flächen für temporäre gastronomische Angebote festzulegen, entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und interessierte Betreiber über ein Interessenbekundungsverfahren zu suchen.
Die Verwaltung hat daraufhin mögliche Standorte geprüft. Dabei wurden fünf Flächen gefunden, die grundsätzlich für eine solche Nutzung geeignet erscheinen. Welche Standorte tatsächlich infrage kommen, muss teilweise noch mit weiteren Beteiligten abschließend abgestimmt werden.
Für 2026 soll nun ein Interessenbekundungsverfahren gestartet werden. Anschließend könnte ein zunächst auf eine Sommersaison begrenzter Testbetrieb stattfinden. Nach Abschluss der Saison soll das Projekt ausgewertet werden.

Nur mobile Angebote und klare Regeln

Nach den Vorstellungen der Stadt sollen die Angebote bewusst zeitlich begrenzt und möglichst schonend für die Umgebung gestaltet werden. Vorgesehen sind unter anderem:

  • keine festen Bauten, sondern ausschließlich mobile Elemente,
  • eine Nutzung nur während der Sommermonate von Mai bis Oktober,
  • Musik lediglich mit Hintergrundcharakter,
    je nach Standort begrenzte Öffnungszeiten bis maximal 22 Uhr,
  • ein emissionsarmer und naturschonender Betrieb.

Besonders im Bereich des Mangfallparks soll darauf geachtet werden, dass der Erholungswert möglichst wenig beeinträchtigt wird. Schäden an öffentlichen Flächen oder Einrichtungen müssten von den Betreibern beseitigt werden.

„Der Kulturstrand ist wirklich eine Bereicherung“

SPD-Fraktionsvorsitzende Elisabeth Jordan verwies auf die positiven Erfahrungen mit dem Kulturstrand am Innspitz. „Der Rosenheimer Kulturstrand ist wirklich eine Bereicherung. Ich gehe deshalb davon aus, dass weitere Angebote dieser Art gut angenommen werden“, sagte sie. Auch Sonja Gintenreiter von Bündnis 90/Die Grünen sprach sich für den Vorschlag aus. „Das tut Rosenheim gut“, meinte sie.
Zustimmung kam ebenfalls aus der CSU-Fraktion. Gleichzeitig wurde angeregt, bei der Standortsuche auch weitere Möglichkeiten zu prüfen.

Diskussion um den richtigen Standort

Christine Degenhart von den Freien Wählern begrüßte den Antrag grundsätzlich. Gleichzeitig sprach sie sich dafür aus, am Innspitz neben dem Kulturstrand keine weiteren Veranstaltungen zu schaffen, um den Naturbereich nicht zusätzlich zu belasten. Zudem brauche es auch Orte, an denen Menschen Ruhe finden könnten.

Als möglichen alternativen Standort brachte sie das Oberbauamt am Bahnhofsvorplatz ins Gespräch. Auch aus der CSU-Fraktion kam die Anregung, das unter Denkmalschutz stehende Gebäude als zusätzlich möglichen Standort zu prüfen, auch wenn in diesem Fall nicht am Wasser gelegen.
Das weitere Vorgehen soll nun über ein Interessenbekundungsverfahren konkretisiert werden. Ob und wo tatsächlich ein temporäres gastronomisches Angebot entsteht, steht damit noch nicht fest.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Archiv Innpuls.me)

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