Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in das Jahr 2003. Auf der historischen Aufnahme zu sehen ist der Kleppersteg am Rosenheimer Bahnhof.
Der eiserne Fußgängersteg überspannte die Gleise und verband den nördlichen mit dem südlichen Bereich des Bahnhofs. Für viele Rosenheimer gehörte der Kleppersteg über Jahrzehnte zum vertrauten Bild des Bahnhofs – und war zugleich eine praktische Verbindung für den täglichen Weg.
Seinen Namen verdankte der Steg den nahe gelegenen Klepper-Werken. Besonders für deren Mitarbeiter war die Verbindung über die Gleise praktisch, da sie sich dadurch Umwege rund um das weitläufige Bahnhofsgelände sparen konnten. Aber auch für Pendler und Anwohner war der Steg eine wichtige Verbindung.
Vom ersten Steg bis zum Abriss
Ganz neu war die Verbindung über die Gleise im Jahr 2003 allerdings nicht. Bereits am 20. Dezember 1891 war an dieser Stelle ein Eisenbahnsteg errichtet worden. Dieser wurde bei den Bombenangriffen auf Rosenheim im Jahr 1945 zerstört.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ein neuer Kleppersteg. Er wurde am 2. Juli 1954 feierlich eingeweiht und blieb anschließend mehr als fünf Jahrzehnte Bestandteil des Rosenheimer Bahnhofs.
Mit dem Umbau des Bahnhofs änderte sich das. 2010 wurde eine neue Fußgängerunterführung mit Zugang zur Klepperstraße in Betrieb genommen. Sie ermöglichte auch einen barrierefreien Zugang zu den Bahnsteigen. Der alte Steg wurde dadurch nicht mehr benötigt und für Fußgänger gesperrt. 2017 war schließlich auch das Bauwerk selbst Geschichte: Der Kleppersteg wurde abgerissen.
Auf unserer Aufnahme aus dem Jahr 2003 steht er dagegen noch ganz selbstverständlich über den Gleisen. Heute erinnert vor allem noch der Name Klepperstraße an die Verbindung und die Geschichte der Klepper-Werke in diesem Bereich.
Wer von euch erinnert sich noch an den Kleppersteg?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wusnam)


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