Prien / Landkreis Rosenheim – Wer sich für die Kunst von Ernst Günzkofer interessiert, hat heute, Sonntag, 9. August, noch einmal eine besondere Gelegenheit: Im Rahmen der Ausstellung im ehemaligen Wohnhaus des Steinbildhauers im Fleierlweg 7 in Prien am Chiemsee werden ab 16 Uhr Zeichnungen, Modelle und Originale versteigert. Und wer die Ausstellung in der kommenden Woche noch einmal besucht, darf bei der Finissage sogar selbst zum Abrisshammer greifen.
Die Ausstellung mit mehreren hundert Werken des 2019 verstorbenen Steinbildhauers ist derzeit im Wohnhaus des Künstlers zu sehen. Im Keller befinden sich unter anderem Bronzen, Modelle, Gipsformen und Abgüsse. Im Wohnzimmer sind Fotografien seiner Arbeiten, Entwurfszeichnungen, eine persönliche Werkübersichts-Mappe sowie Literatur über den Künstler ausgestellt.
Besonders gefragt sind nach Angaben des Veranstalters Zeichnungen und Modelle zu Werken, die Günzkofer in Prien geschaffen hat. Dazu gehören beispielsweise der Brunnen „Spielende Delphine“ im Park der Klinik Kronprinz, die Skulptur „Lesende“ vor der Turnhalle des Ludwig-Thoma-Gymnasiums sowie „Rübezahl“ und „Knoten“ nahe der Sparkasse. Auch zum „Hirtenbub“ in der Bernauer Straße und zu „Ludwig & Arthur“ am Rafenauer Weiher sind Zeichnungen und Modelle Teil der Versteigerung.
Versteigerung beginnt heute um 16 Uhr
Wegen des großen Interesses an der Ausstellung wurde die Öffnungszeit am heutigen Sonntag verlängert. Das Wohnhaus ist von 15 bis 19 Uhr geöffnet, die Versteigerung beginnt um 16 Uhr. Die ersteigerten Werke können nach Angaben des Veranstalters direkt von den neuen Eigentümern mitgenommen werden.
Wer nicht selbst nach Prien kommen kann, findet weitere Werke und Informationen auf der Internetseite ek2.de, über die Kunstwerke auch erworben werden können.
Finissage mit Abrisshammer
Am kommenden Sonntag, 16. August, endet die Ausstellung. Die Finissage dürfte dabei ungewöhnlicher ausfallen als bei einer klassischen Ausstellung: Da das ehemalige Wohnhaus von Ernst Günzkofer demnächst abgerissen werden soll, dürfen Besucher selbst Hand anlegen.
Im Wohnhaus am Fleierlweg 7 und im gegenüberliegenden Studio 43 kann dann mit einem Abrisshammer gearbeitet werden. Werkzeuge und Schutzkleidung werden zur Verfügung gestellt. Für jeweils einen Quadratmeter abgerissene Wand soll Barkeeper Erwin Kaa einen Cocktail aus der Original-Bar des Künstlers servieren.
Die Finissage beginnt am Sonntag, 16. August, um 18 Uhr. Die Ausstellung ist an diesem Tag von 15 bis 19 Uhr geöffnet.
(Quelle: Artikel: Bernhard Kuhn / Beiitragsbild: Symbolfoto re)


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