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Landkreis Rosenheim: Kreistag besichtigt zahlreiche Liegenschaften

Kreistagsmitglieder mit Landrat Otto Lederer (5. v. r.). Sie stehen vor der Ausbildungshalle für die Kfz-Mechatroniker. Da auch sie abgerissen wird, werden die Auszubildenden während der Zeit der Baustelle in einer Interimswerkstätte am Stadtrand von Wasserburg ausgebildet und unterrichtet. Foto: Landratsamt Rosenheim

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

9. August 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

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Landkreis Rosenheim – Von den Badeplätzen am Simssee bis zum Beruflichen Schulzentrum in Wasserburg: Bei einer Rundfahrt informierten sich die Mitglieder des Kreistags über Einrichtungen und Bauprojekte des Landkreises.

 
 

 Einmal quer durch den Landkreis ging es für die Mitglieder des Rosenheimer Kreistags. Landrat Otto Lederer hatte zu einer Rundfahrt eingeladen, um verschiedene Liegenschaften des Landkreises vor Ort vorzustellen. Stationen waren unter anderem der Simssee, Prien und Wasserburg.
Am Simssee machte die Gruppe zunächst am Badeplatz in Pietzing und am Seewirt in Ecking Station. Beide Grundstücke gehören dem Landkreis Rosenheim. Sie wurden 1965 vom damaligen Landrat Georg Knott erworben. Ziel sei es gewesen, den Bürgern den Zugang zum See offenzuhalten. Nach Angaben des Landratsamts soll Knott damals privaten Kaufinteressenten gerade noch zuvorgekommen sein.

Von dort ging es weiter nach Prien. Erste Station war die Kampenwand-Schule, das Sonderpädagogische Förderzentrum. Dort informierte sich der Kreistag über die Entwicklung der Schülerzahlen, die nach Angaben des Landkreises steigen. Gegenüber liegt das Logistik-Kompetenz-Zentrum, an dem der Landkreis Rosenheim mit 50 Prozent beteiligt ist.
Auch die RoMed-Klinik Prien stand auf dem Programm. Dort wird derzeit ein neuer OP-Trakt gebaut. Landrat Otto Lederer informierte zudem darüber, dass innerhalb des RoMed-Verbunds die Orthopädie in Prien konzentriert und etabliert wurde.

Neue Sporthalle für das Ludwig-Thoma-Gymnasium?

Am Ludwig-Thoma-Gymnasium empfing Schulleiter Rainer Hoff die Kreistagsmitglieder. Er nutzte den Besuch, um für ein großes Bauprojekt zu werben: Die Anfang der 1970er-Jahre errichtete Sporthalle soll durch eine neue doppelte Zweifach-Sporthalle ersetzt werden. Die obere Halle soll größer werden und Zuschauertribünen erhalten. Davon könnten nach den Vorstellungen der Schule auch die örtlichen Vereine profitieren.
Darüber hinaus sprach Hoff die notwendige Sanierung eines der Schulgebäude an. Nach Angaben des Landkreises wurden in den vergangenen acht Jahren rund 15 Millionen Euro am Ludwig-Thoma-Gymnasium investiert.

Nach kurzen Zwischenstopps am Schloss Hartmannsberg und an der Kompostieranlage in Alteiselfing ging es weiter nach Wasserburg. Dort besichtigte die Delegation eine Halle der Firma Zosseder am Stadtrand.

70-Millionen-Euro-Projekt am Beruflichen Schulzentrum

In der Halle werden derzeit Werkstätten und Unterrichtsräume eingerichtet. Ab Anfang November, nach den Herbstferien, sollen dort rund 200 Schüler des Beruflichen Schulzentrums Wasserburg unterrichtet und ausgebildet werden. Die Interimswerkstätte soll voraussichtlich vier Jahre genutzt werden.

Hintergrund ist eine umfangreiche Baumaßnahme am Beruflichen Schulzentrum: Für rund 70 Millionen Euro sollen die FOS/BOS und die Werkstattgebäude der Berufsschule neu gebaut werden. Ziel ist nach Angaben des Landkreises, FOS/BOS und Berufsschule auch baulich miteinander zu verbinden. Bereits 2024 waren beide Schulen formal zu einem Beruflichen Schulzentrum zusammengeführt worden.
Schulleiter Gerhart Zimmermann erläuterte bei dem Rundgang die aus seiner Sicht notwendigen Baumaßnahmen. Anschließend ging es zum Kreisbauhof. Dort wurde unter anderem deutlich, dass das Werkstattgebäude für die inzwischen größer gewordenen Lastwagen zu klein ist.

Auch der RoMed-Neubau in Wasserburg war eine Station der Rundfahrt. Zum Abschluss besichtigte die Gruppe das alte Kreiskrankenhaus. Das Gebäude wird derzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzt und soll später städtebaulich entwickelt werden. Dafür steht eine Fläche von rund 73.000 Quadratmetern zur Verfügung.

360 Kilometer Kreisstraßen

Ein weiteres Thema während der Rundfahrt war der Straßen- und Radwegebau. Der Landkreis Rosenheim ist nach eigenen Angaben für rund 360 Kilometer Kreisstraßen, 120 Brückenbauwerke und 120 Kilometer landkreiseigene Radwege zuständig.
Zur Umsetzung des Radwegekonzepts wurden im vergangenen Jahr mit Unterstützung der Gemeinden mehr als 5.000 Schilder an den touristischen Radwegen angebracht. Diese haben insgesamt eine Länge von rund 1.450 Kilometern.

Begleitet wurde Landrat Otto Lederer bei der Rundfahrt von Mitarbeitern des Landratsamts, unter anderem aus dem Hoch- und Tiefbau. Eine zweite Fahrt ist bereits angekündigt: Im September soll der Kreistag die Liegenschaften im westlichen und südlichen Landkreis kennenlernen.
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Landratsamt Rosenheim)

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