Bayern – Zum Start der Sommerferien hat das Bayerische Landesamt für Statistik die Urlaubspreise verglichen. Besonders deutlich gestiegen sind die Kosten für internationale Flüge und die Anreise mit dem Auto. Aber auch Hotels, Ferienwohnungen und Freizeitangebote in Bayern sind teurer geworden.
Wer in diesem Sommer verreist, muss mit höheren Kosten rechnen. Das zeigt eine Auswertung der Verbraucherpreisstatistik des Bayerischen Landesamts für Statistik für Juli 2026. Dabei sind nicht nur Reisen ins Ausland teurer geworden. Auch wer seinen Urlaub in Bayern verbringt, muss für Unterkunft, Essen und verschiedene Freizeitangebote mehr bezahlen als noch vor einem Jahr.
Internationale Flüge deutlich teurer
Pauschalreisen ins Ausland kosteten im Juli 2026 durchschnittlich 5,3 Prozent mehr als im Juli 2025. Besonders stark stiegen laut Landesamt die Preise für Pauschalreisen in die Türkei mit 6,8 Prozent und auf die Balearen mit 6,1 Prozent.
Im Vergleich zum Juli 2019, dem Sommer vor der Corona-Pandemie, sind Pauschalreisen ins Ausland inzwischen 19,3 Prozent teurer. Gegenüber Juli 2016 beträgt der Anstieg 31,8 Prozent.
Noch deutlicher fällt die Entwicklung bei internationalen Flügen aus. Sie verteuerten sich im Juli 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,4 Prozent. Gegenüber Juli 2019 lagen die Preise um 75,9 Prozent höher, gegenüber Juli 2016 um 76 Prozent.
Auch Urlaub in Bayern kostet mehr
Wer für den Urlaub in Bayern bleibt, spart nicht automatisch bei allen Ausgaben. Die Preise für Übernachtungen in Hotels und Motels lagen im Juli 2026 um 2,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ferienwohnungen und Ferienhäuser verteuerten sich um 1,2 Prozent.
Noch größer sind die Unterschiede im Zehn-Jahres-Vergleich: Hotel- und Motelübernachtungen sind seit Juli 2016 um 37,6 Prozent teurer geworden. Bei Ferienwohnungen und Ferienhäusern beträgt der Anstieg 46,9 Prozent.
Auch Essen und Trinken gehen stärker ins Urlaubsbudget. Speisen und Getränke in Restaurants, Cafés und Bars kosteten im Juli 2026 durchschnittlich 1,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gegenüber Juli 2019 beträgt der Anstieg 36,7 Prozent, im Vergleich zu Juli 2016 sogar 45,3 Prozent.
Anreise mit dem Auto deutlich teurer
Wer mit dem eigenen Auto in den Urlaub fährt, muss laut Landesamt ebenfalls tiefer in die Tasche greifen. Die Kraftstoffpreise lagen im Juli 2026 um 21,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Im Vergleich zu Juli 2019 beträgt der Anstieg 44,3 Prozent. Gegenüber Juli 2016 sind Kraftstoffe demnach um 63,2 Prozent teurer.
Auch Schwimmbad, Museum und Freizeitpark kosten mehr
Teurer geworden sind zudem verschiedene Freizeitangebote. Der Eintritt ins Schwimmbad kostete im Juli 2026 durchschnittlich 1,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für den Besuch eines Museums, Zoos oder ähnlicher Einrichtungen mussten 2,3 Prozent mehr bezahlt werden. Die Preise für Vergnügungsparks stiegen um 3,5 Prozent.
Auch hier zeigt sich über einen längeren Zeitraum eine deutliche Entwicklung. Seit Juli 2016 sind die Eintrittspreise für Schwimmbäder um 37,2 Prozent gestiegen, für Museen, Zoos und ähnliche Einrichtungen um 27,3 Prozent und für Vergnügungsparks um 41,5 Prozent.
Im Vergleich zu Juli 2019 liegen die Preise für Schwimmbäder um 34,8 Prozent höher. Bei Vergnügungsparks beträgt der Anstieg 28 Prozent, bei Museen, Zoos und ähnlichen Einrichtungen 21,3 Prozent.
Eine Ausnahme gibt es beim Reisegepäck: Koffer, Reisetaschen und ähnliche Produkte waren im Juli 2026 laut Bayerischem Landesamt für Statistik um 1,9 Prozent günstiger als ein Jahr zuvor.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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