Wasserburg am Inn / Landkreis Rosenheim – Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising hat das ehemalige Altenheim St. Konrad in Wasserburg verkauft. Neuer Inhaber des Erbbaurechts ist die Wasserburg vier GmbH. Sie plant, das Gebäude in Wohnraum für Auszubildende, Berufsanfänger und junge Familien umzuwandeln. Es ist bereits der zweite Verkauf einer Caritas-Immobilie im Landkreis Rosenheim innerhalb weniger Wochen: Ende Juli hatte die Gemeinde Schonstett das ehemalige Caritas-Areal gekauft.
Der Verkauf des ehemaligen Altenheims in Wasserburg erfolgte zum 23. Juli. „Wir freuen uns, dass wir hier eine so gute Lösung gefunden haben. Wir haben großes Zutrauen in die Pläne des Käufers und freuen uns für die Stadt Wasserburg“, sagt Thomas Schwarz, Vorstand des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising für Finanzen und Infrastruktur.
Wohnraum für junge Menschen geplant
Die Wasserburg vier GmbH möchte das Gebäude nach eigenen Angaben in ein Wohnheim für Auszubildende, Berufsanfänger und junge Familien umwandeln. Geschäftsführer Uwe Völkel sagt dazu: „Wir freuen uns an einem so attraktiven Standort in Bayern die Möglichkeit für eine nachhaltige Investition für unser Portfolio gefunden zu haben und werden nun die nächsten Schritte zur Umsetzung des Projektes angehen“.
Auch die Stadt Wasserburg begrüßt die geplante Nachnutzung. „Die Stadt Wasserburg ist sehr erfreut über die Information, dass es nun eine Folgenutzung für die Immobilie geben soll. Jugend-Wohnraum wird in der Schulstadt Wasserburg dringend benötigt. Die Stadtverwaltung ist zu Gesprächen und Hilfestellungen über ein etwaig notwendiges Baurecht jederzeit gerne bereit”, sagt Erster Bürgermeister Bastian Wernthaler.
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Altenheim wurde Anfang 2025 geschlossen
Der Betrieb von St. Konrad als Altenheim wurde bereits zum Jahresbeginn 2025 beendet. Die Bewohner waren zuvor entweder in das neuere Caritas-Altenheim „Sonnengarten“ im nahen Edling umgezogen oder hatten mit Unterstützung des Verbandes andere passende Wohnlösungen gefunden.
Die Immobilie in Berglage stand seitdem leer. Als Gründe dafür, dass eine Weiterführung als Pflegeeinrichtung nicht mehr möglich gewesen sei, nennt der Caritasverband einen Sanierungsbedarf in Millionenhöhe sowie den hohen Fachkräftemangel im Pflegebereich in der Region.
Dem Verband sei dennoch eine soziale Nachnutzung wichtig gewesen. Deshalb habe man die Immobilie nach eigenen Angaben zu einem für beide Seiten fairen Preis an die Wasserburg vier GmbH verkauft. Über die genaue Höhe des Kaufpreises haben die Vertragspartner Stillschweigen vereinbart.
Zweiter Verkauf einer Caritas-Immobilie
Bereits am 30. Juli wurde der Verkauf des ehemaligen Caritas-Areals in Schonstett beurkundet. Die Gemeinde hatte das zentral gelegene Areal vom Caritasverband der Erzdiözese München und Freising gekauft. Welche konkrete Nutzung dort künftig entstehen soll, ist noch offen. Über den Kaufpreis haben beide Seiten ebenfalls Stillschweigen vereinbart. Bürgermeister Maximilian Heilmann hatte den Kauf als Möglichkeit für die weitere Ortsentwicklung bezeichnet.
In Wasserburg gibt es dagegen bereits konkrete Pläne für die Nachnutzung. Die Wasserburg vier GmbH will das ehemalige Altenheim in Wohnraum für junge Menschen umwandeln. Die weiteren Schritte zur Umsetzung sollen nun vorbereitet werden.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info: Caritas München-Freising / Beitragsbild: Copyright Carmen Krippl/Caritas München Freising)


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