Rosenheim – Wer in diesem Jahr noch einen Ausbildungsplatz sucht, hat nach Einschätzung der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) gute Chancen. Nach Angaben der Arbeitsagentur sind in Rosenheim aktuell noch 159 Ausbildungsplätze frei. Die IG BAU Oberbayern ruft junge Menschen ohne Berufsabschluss dazu auf, sich jetzt noch nach einer Ausbildung umzusehen.
Das Angebot an freien Ausbildungsplätzen sei breit, betont die Gewerkschaft. „Wichtig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Ausbildungsbetrieb zu suchen“, sagt Dieter Pangerl, Vorsitzender der IG BAU Oberbayern. Eine abgeschlossene Ausbildung mache Beschäftigung aus Sicht der Gewerkschaft in der Regel sicherer und führe häufig auch zu einem höheren Einkommen. Pangerl rät deshalb allen, die noch keine Berufsausbildung haben, „sich doch noch den ‚Ausbildungs-Kick‘ zu geben“.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes haben in Bayern rund 297.000 junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren keine abgeschlossene Berufsausbildung und keinen Ausbildungsplatz. In Rosenheim haben laut Arbeitsagentur 61 Prozent der Arbeitslosen unter 25 Jahren keinen Berufsabschluss. Gerade diese Gruppe sollte sich nach Ansicht der IG BAU noch einmal auf dem Ausbildungsmarkt umsehen.
„Jetzt im August und September starten die Ausbildungen. Aber selbst im Oktober stellen Ausbildungsbetriebe noch ein“, erklärt Pangerl. Die IG BAU empfiehlt Interessierten, eine Berufsberatung in Anspruch zu nehmen. Als Anlaufstelle nennt die Gewerkschaft unter anderem die Jugendberufsagentur (JBA). Auch die Arbeitsagentur biete vor Ort und digital Beratung und Informationen an.
Gewerkschaft rät zu direktem Kontakt mit Betrieben
Neben der Berufsberatung empfiehlt die IG BAU, direkt auf Ausbildungsbetriebe zuzugehen. „Wer direkt nachfragt, holt oft auch etwas für sich heraus – ein Praktikum, vielleicht aber auch einen Ausbildungsplatz“, sagt Pangerl.
Bei der Suche sollten Jugendliche nach Ansicht der Gewerkschaft nicht nur auf den Ausbildungsberuf achten. Auch die Ausbildungsqualität und die Perspektiven nach dem Abschluss seien wichtig. Pangerl empfiehlt deshalb, gezielt nach Betrieben zu suchen, die fair ausbilden und bezahlen. Dazu gehörten aus Sicht der IG BAU insbesondere Unternehmen mit Tarifvertrag.
(Quelle: Pressemitteilung IG Bau / Beitragsbild: Copyright IG Bau-Florian Göricke)


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