Bad Aibling / Landkreis Rosenheim – Nach dem wetterbedingten Abbruch im vergangenen Jahr (wir berichteten) ist das Echelon-Festival 2026 am Wochenende auf dem Gelände der ehemaligen US-Kaserne in Bad Aibling mit einer positiven Bilanz zu Ende gegangen. Mehr als 30.000 Besucher feierten am Freitag und Samstag (14. und 15. August) elektronische Musik bei sommerlichen Temperaturen. Nach Angaben der Polizei verlief das Festival insgesamt friedlich.
Zwei Tage Party beim Echolon 2026 in Bad Aibling. Diesmal spielte das Wetter wieder mit. Fotos: re
Das Echelon zählt zu den größten Festivals für elektronische Musik in Süddeutschland. Besucher reisten auch in diesem Jahr aus verschiedenen Teilen Deutschlands und den Nachbarländern nach Bad Aibling. Ein großer Teil übernachtete direkt vor Ort auf den Campingplätzen. Diese öffneten bereits am Donnerstag (13. August), damit die Besucher frühzeitig anreisen konnten.
Auf dem Festivalgelände standen in diesem Jahr sieben Bühnen. Mehr als 100 Acts sorgten für ein breites musikalisches Spektrum, das von Techno und Tech House über Drum & Bass bis hin zu Hardstyle und weiteren Spielarten elektronischer Musik reichte.
Neue Bühnenkonzepte beim Echelon
Auch bei den Bühnen gab es in diesem Jahr einige Neuerungen. Die Frequency Stage stand am Freitag ganz im Zeichen von Drum & Bass. Am Samstag wurde die neue Harder Styles Stage zum Anlaufpunkt für Fans von Hardstyle und Uptempo-Beats. Erstmals gab es außerdem eine eigene Bühne für Künstler aus dem Raum Rosenheim und Bayern. Der Symbiotikka-Bereich wurde deutlich vergrößert und als immersiver Erlebnisbereich gestaltet.
Ein neuer Mittelpunkt des Geländes war der „Central Nexus“. Dort wurden unter anderem Gastronomie- und Aufenthaltsbereiche geschaffen. Auch die markanten Radome – die früheren Abhörkuppeln des Kasernengeländes – wurden in das neue Konzept einbezogen und konnten als Teil des Festivalbereichs erlebt werden.
Internationale Acts auf den Bühnen
Zu den bekannten Namen des diesjährigen Line-ups gehörten unter anderem Charlotte de Witte, Boris Brejcha und Paul van Dyk. Auch Klangkuenstler und Holy Priest waren mit dabei.
Charlotte de Witte brachte ihren treibenden Techno auf die Hauptbühne. Boris Brejcha stand mit seinem charakteristischen High-Tech-Minimal-Sound auf dem Programm. Paul van Dyk setzte musikalische Akzente aus dem Bereich Trance. Für härtere und schnellere Sounds sorgten unter anderem Klangkuenstler und Holy Priest.
Polizei zieht positive Bilanz
Auch aus Sicht der Einsatzkräfte verlief das Festival nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd weitgehend ruhig. Zu Spitzenzeiten waren demnach mehr als 150 Einsatzkräfte verschiedener Polizeidienststellen und weiterer Behörden im Einsatz.
Ziel des Einsatzes sei es gewesen, eine möglichst reibungslose An- und Abreise zu gewährleisten, die Sicherheit auf dem Festivalgelände zu sichern und Beeinträchtigungen für die Anwohner möglichst gering zu halten, teilte das Polizeipräsidium mit.
Ganz ohne Straftaten und Ordnungswidrigkeiten blieb das Festival allerdings nicht. Nach Angaben der Polizei wurden unter anderem einzelne Streitigkeiten mit Körperverletzungsdelikten sowie Verkehrsverstöße registriert.
Den Schwerpunkt der polizeilichen Feststellungen bildeten laut Polizeipräsidium erneut Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Drogenfahnder stellten demnach unter anderem Kokain, Amphetamin, Ecstasy, LSD, Marihuana, Haschisch sowie verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente sicher. Insgesamt seien 54 Ermittlungsverfahren und Anzeigen in diesem Zusammenhang eingeleitet worden.
345 Einsätze des Rettungsdienstes
Auch der Rettungsdienst war während des Festivals gefordert. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt 345 Einsätze registriert. Als Ursachen wurden vor allem die hohen Temperaturen sowie der Konsum von Alkohol und anderen berauschenden Mitteln genannt. Zehn Patienten mussten laut Polizei in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Größere Sicherheitsstörungen oder erhebliche Zwischenfälle habe es nach Einschätzung des Polizeipräsidiums nicht gegeben.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Polizeipräsidium Oberbayern Süd / Beitragsbild, Fotos: re)












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