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171 Prostituierte in Rosenheim gemeldet

Beine und High Heels. Symbolfoto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

22. August 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Bayern – In Rosenheim waren zum Jahresende 2025 insgesamt 171 Prostituierte bei den Behörden gemeldet. Bayernweit ist ihre Zahl im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Insgesamt waren 4.826 Personen registriert – 1,4 Prozent mehr als 2024. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamtes für Statistik hervor.

München ist Schwerpunkt

Mit 1.638 Personen entfällt rund ein Drittel aller bayernweit gemeldeten Prostituierten auf die Stadt München. Das entspricht 33,9 Prozent.

Die meisten sind zwischen 21 und 45 Jahre alt

Bayernweit sind 3.616 der gemeldeten Personen zwischen 21 und 45 Jahre alt. Das entspricht 74,9 Prozent. 109 Personen waren zwischen 18 und 20 Jahre alt. 1.101 Personen waren 45 Jahre oder älter.

86 Prozent haben keine deutsche Staatsangehörigkeit

4.168 der insgesamt 4.826 gemeldeten Personen haben keine deutsche Staatsangehörigkeit. Das entspricht 86,4 Prozent. Am häufigsten wurde die rumänische Staatsangehörigkeit angegeben. 1.960 Personen beziehungsweise 40,6 Prozent waren rumänische Staatsangehörige. 658 Personen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit.

Weniger Prostitutionsgewerbe

Während die Zahl der gemeldeten Personen leicht gestiegen ist, ging die Zahl der Prostitutionsgewerbe zurück. Sie sank in Bayern von 387 im Jahr 2024 auf 368 zum Jahresende 2025. Das entspricht einem Rückgang um 4,9 Prozent.

105 der 368 erfassten Gewerbe wurden von der Stadt München gemeldet, 64 von der Stadt Nürnberg.

Was die Statistik erfasst

Grundlage der Statistik ist das seit Juli 2017 geltende Prostituiertenschutzgesetz. Es sieht unter anderem eine Anmeldung für Personen vor, die der Prostitution nachgehen. Betreiber bestimmter Prostitutionsgewerbe benötigen eine entsprechende Erlaubnis.
Ziel des Gesetzes ist unter anderem, das Selbstbestimmungsrecht der in der Prostitution tätigen Personen zu stärken und sie besser vor Ausbeutung, Gewalt und Menschenhandel zu schützen.

Die Statistik bildet allerdings nur das sogenannte Hellfeld ab. Erfasst werden also nur Personen und Gewerbe, die den Behörden bekannt beziehungsweise entsprechend angemeldet sind.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik. Beitagsbild: Symbolfoto re)

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