Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1980er Jahre. Das historische Foto zeigt den Rosenheimer Salzstadel zu einer Zeit, als der zentrale Platz noch ganz anders aussah als heute: Eine durchgehende Asphaltfläche, dicht an dicht geparkte Autos und eine kleine Schar Tauben, die auf dem Boden nach ein paar Körnchen suchte.
Autos statt Aufenthaltsbereich
Wer die heutige Gestaltung des Salzstadels kennt, dürfte den Platz auf der Aufnahme kaum wiedererkennen. In den 1980er Jahren wurde hier noch ganz selbstverständlich geparkt. Zu sehen sind zahlreiche Autos, die auch einen kleinen Einblick in den damaligen Straßenverkehr geben. Die Fahrzeugmodelle und ihre kantigen Formen lassen die Zeit inzwischen selbst schon historisch wirken.
Auch die Tauben gehörten auch damals schon zum Stadtbild. Auf dem Foto sind mehrere Tiere auf der Asphaltfläche unterwegs – vermutlich auf der Suche nach etwas Essbarem.
Der Salzstadel blieb noch viele Jahre ein Parkplatz. Erst 2009 endete diese Ära. Im Zuge der Neugestaltung wurde der Platz autofrei und zu einem Bereich für Fußgänger und Veranstaltungen umgebaut.
Die Bibliothek kam schon früher
Eine wichtige Veränderung hatte es allerdings bereits einige Jahre zuvor gegeben. Die Stadtbibliothek zog 1996 an den Salzstadel. Zuvor war sie am Ludwigsplatz untergebracht. Im Juli 1996 wurde der neue Standort eröffnet.
Heute prägt die Stadtbibliothek den Salzstadel ebenso wie die offene Fläche davor. Dort finden unter anderem im Sommer Veranstaltungen, Lesungen und Kulturangebote statt.
Beim Blick auf das historische Foto wird damit besonders deutlich, wie sehr sich der Salzstadel innerhalb weniger Jahrzehnte verändert hat: Aus einem von Autos dominierten Parkplatz wurde ein zentraler Treffpunkt mitten in der Rosenheimer Innenstadt.
Erkennt Ihr noch weitere Details auf unserem historischen Foto? Und wer erinnert sich an die Zeit, als am Salzstadel noch Autos parkten?
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Innpuls.me / Artikel: Karin Wunsam)


Hinter dem LKW (Bildmitte) war lange Zeit ein Milchgeschäft. Dort musste ich in einer Blechkanne Milch holen, die von der Oma erst abgekocht wurde und danach eine herrliche Rahmschicht hatte. Rechts davon war auch etwa zu dieser Zeit das Schreibwarengeschäft Tiefenthaler. Ganz links im Bild befand sich viele Jahre nach „Schuster“ das Geschenkstudio. Dort war dann auch nur noch parken an der Parkuhr möglich. Am großen Parkplatz musste man später auch bezahlen. Etwa mittig eine Holzhütte für den Parkwächter.
Was einem doch so alles einfällt nach all den Jahren! 😉
Das Milchgeschäft gehörte zur Firma März. Das Schreibwarengeschäft Tiefenthaler kenne ich nur in der kleinen Gasse zwischen Königstraße und Innstraße, die gegenüber dem Riedergarten einmündet. Aber vielleicht reden wir einfach nur von unterschiedlichen Zeitabschnitten.