Rosenheim – Vor zehn Jahren waren viele der Kinder noch so klein, dass sie in eine Handfläche passten. Beim Frühchenfest am RoMed Klinikum Rosenheim trafen sie nun wieder auf die Menschen, die sie und ihre Familien damals begleitet haben. Mehr als 250 ehemalige Frühgeborene, Eltern, Geschwister und Angehörige sowie Mitarbeitende des Perinatalzentrums kamen zu dem Fest.
Viele der ehemaligen Frühgeborenen wogen bei ihrer Geburt weniger als 1.250 Gramm und verbrachten Wochen oder Monate auf der neonatologischen Station. Beim Wiedersehen wurde gemeinsam gelacht, gespielt und erzählt.
Rund 2.000 Frühgeborene in zehn Jahren
Nach zehn Jahren Pause wurde mit dem Fest eine Tradition des RoMed Klinikums wieder aufgenommen. Für die Mitarbeitenden des Perinatalzentrums war es auch eine Gelegenheit zu sehen, wie sich die ehemaligen Patienten entwickelt haben.
„An unserem Perinatalzentrum geben wir rund um die Uhr alles dafür, unsere kleinsten Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen. Beim Frühchenfest erfahren wir, was aus diesen Kindern geworden ist und dürfen erleben, wie sehr sich dieser gemeinsame Einsatz gelohnt hat“, sagt PD Dr. Hendrik Jünger, Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.
In den vergangenen zehn Jahren wurden nach Angaben der RoMed Kliniken rund 2.000 Frühgeborene am Perinatalzentrum in Rosenheim versorgt. Heute kommen dort jährlich etwa 200 Kinder vor der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt. Mehr als 30 von ihnen wiegen bei der Geburt weniger als 1.250 Gramm.
Das zertifizierte Perinatalzentrum hat sich in dieser Zeit weiterentwickelt. Gemessen an der Zahl der versorgten Frühgeborenen ist es heute nach Angaben der RoMed Kliniken das größte Level-1-Zentrum in Südostbayern.
Eltern werden stärker eingebunden
Auch bei der Versorgung hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert. Neue Konzepte sollen eine möglichst schonende Behandlung ermöglichen und gleichzeitig die Eltern eng einbinden. Dazu gehört unter anderem die Elternoase am Klinikum, die Müttern und Vätern während der Behandlung ihres Kindes Raum für Nähe bietet.
„Wenn ein Kind zu früh geboren wird, beginnt für die Eltern eine völlig unerwartete Zeit. Umso wichtiger ist es, dass Geburtshilfe und Kinderklinik von Anfang an eng zusammenarbeiten und die Familien gemeinsam begleiten“, sagt PD Dr. Andreas Schnelzer, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe.
Beim Frühchenfest konnten die Familien die damalige schwierige Zeit aus einer anderen Perspektive betrachten. Für viele verbindet sich die Erinnerung an die Frühgeburt inzwischen auch mit den positiven Erfahrungen und den Menschen, die sie damals begleitet haben. Für die Kinder gab es unter anderem eine Hüpfburg, Kinderschminken, ein Teddybärenkrankenhaus und eine Button-Maschine. Die Mitarbeitenden hatten außerdem einen „Lebensbaum“ gestaltet. An dessen Ästen standen die Namen und Geburtsgewichte ehemaliger Frühgeborener, ergänzt durch deren Fingerabdrücke.
Organisiert wurde das Fest von einem dreiköpfigen Team und zahlreichen weiteren Mitarbeitenden. Unterstützt wurde die Veranstaltung außerdem vom Förderverein der Kinderklinik Rosenheim und Unternehmen aus der Region.
(Quelle: Pressemitteilung RoMed Kliniken / Beitragsbild: Copyright Foto Berger)


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