Prien / Landkreis Rosenheim – Ein Sturm mit Böen von bis zu 65 km/h hat am Freitagnachmittag (28. August 2026) mehrere Wassersportler auf dem Chiemsee in Schwierigkeiten gebracht. Vier Bootsbesatzungen gerieten in Seenot. Die Wasserschutzpolizei Prien und die umliegenden Wasserrettungsorganisationen waren bei mehreren Einsätzen gefordert.
Der Deutsche Wetterdienst hatte den Sturm zuvor angekündigt. Trotzdem befanden sich laut Auskunft der Polizei Prien am frühen Freitagnachmittag noch zahlreiche Wassersportler auf dem See. Durch die stürmischen Bedingungen gerieten vier Bootsbesatzungen in Not.
In mehreren Einsätzen mussten manövrierunfähige oder gekenterte Boote geborgen sowie Personen aufgenommen und in sichere Häfen gebracht werden. Bei einem Segelboot kam es zu einem Mastbruch. Die übrigen Boote blieben nach Angaben der Polizei unbeschädigt.
Bei den Einsätzen wurde niemand verletzt. Auch größere Sachschäden blieben aus. Die Polizei hebt das schnelle und professionelle Zusammenspiel der eingesetzten Wasserrettungsorganisationen und der Wasserschutzpolizei hervor.
Wasserschutzpolizei appelliert an Wassersportler
Die Wasserschutzpolizei Prien nimmt die Einsätze zum Anlass, erneut auf die Bedeutung der Wetterbeobachtung beim Wassersport hinzuweisen. Auch an zunächst sonnigen und warmen Tagen könne sich die Wetterlage verändern.
Wetterwarnungen und Sturmwarnsignale sollten ernst genommen werden. Bei aufziehendem Sturm sollte eine Fahrt rechtzeitig beendet und ein geschützter Ufer- oder Hafenbereich aufgesucht werden.
Zur Sicherheitsausrüstung an Bord gehören geeignete Rettungsmittel für alle Personen sowie ein Mobiltelefon. Eine vorausschauende Tourenplanung und die Beachtung der aktuellen Wetterlage können dazu beitragen, gefährliche Situationen auf dem Wasser zu vermeiden.
(Quelle: Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien / Beitragsbild: Copyyright Wasserschutzpolizei Prien am Chiiemsee)


0 Kommentare