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Vogel des Jahres 2027: Diese fünf Vögel stehen zur Wahl – jetzt abstimmen

Vögel fliegend über einem Feld

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

8. September 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Hilpoltstein – Kolkrabe, Kranich, Mehlschwalbe, Trauerschnäpper oder Wasseramsel: Ab dem 8. September können Menschen in Bayern und ganz Deutschland über den „Vogel des Jahres 2027“ abstimmen. Bis zum 15. Oktober entscheidet die öffentliche Wahl, welcher Kandidat den Titel übernimmt.

„Ob bekannt oder bedroht, im Garten, auf dem Feld oder auf dem Wasser zu Hause: Unsere Kandidaten zeigen, wie vielfältig unsere Vogelwelt und ihre Bedürfnisse sind“, erklärt die LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. „Hinter jeder Art steckt auch ein Naturschutzthema, das unsere Aufmerksamkeit braucht. Der Kandidat, der am Ende gewinnt, rückt für ein Jahr ins Rampenlicht und mit ihm die Frage, was wir für seinen Schutz tun können.“ Jetzt abstimmen unter: www.vogeldesjahres.de.

Die Kandidaten:

Der Kolkrabe (Corvus corax) ist aus vielen Märchen und Mythen bekannt. Der besonders intelligente und soziale Vogel hat völlig zu Unrecht ein schlechtes Image. Im Mittelalter galt er als „Schädling“ oder „Unglücksrabe“ und auch heute wird sein Leben durch Abschüsse und Vergiftungen bedroht. Männchen und Weibchen sind kaum zu unterscheiden. Beide haben schwarz glänzendes Gefieder, einen klobigen Schnabel und die Körpergröße eines Bussards. Der Kolkrabe ist damit der größte Singvogel der Welt. Sein Slogan: „Schwarze Federn, helles Köpfchen!“

Mit seinem typischen Trompeten stellt sich der Kranich (Grus grus) zur Wahl. Der Zugvogel ist in vielerlei Hinsicht ein spektakulärer Kandidat. Mit bis zu 116 Zentimetern Körperhöhe ist er größer als ein Weißstorch. Seine eleganten Balztänze im Frühjahr und sein Zug in großen Keilformationen im Herbst sind Naturschauspiele, die jedes Jahr viele Menschen faszinieren. In vielen Ländern gilt er als Symbol für Glück, Liebe und Frieden. Weil er Feuchtgebiete zur Rast und Brut braucht, lautet sein Slogan: „Allzeit nasse Füße!“

Die Mehlschwalbe (Delichon urbicum) hat als Insektenfresser und Gebäudebrüter gleich zwei Probleme, die ihren Bestand gefährden: Durch den Insektenschwund hat sie weniger Nahrung zur Verfügung. Zudem werden ihre Nistplätze, Halbkugeln aus Lehm, die sie an die Außerseite von Häusern baut, oft entfernt, etwa bei Gebäudesanierungen. Die Mehlschwalbe ist laut Roter Liste gefährdet. Ihr Wahlkampfslogan lautet: „Auf gute Nachbarschaft!“

Anders als sein Name vermuten lässt, ist der Trauerschnäpper (Ficedula hypoleuca) ein munterer Luftakrobat. Er fängt sein Futter oft im Flug von einer Sitzwarte aus. Doch Insekten gibt es immer weniger. Außerdem hat er ein Zeitproblem: Weil der Frühling durch die Klimakrise immer früher beginnt, geht der Trauerschnäpper oft leer aus bei der Suche nach geeigneten Bruthöhlen und Nahrung für seinen Nachwuchs. Wenn er aus seinem Winterquartier südlich der Sahara zurück ist, sind viele Baumhöhlen und Nistkästen schon besetzt und die Insektenentwicklung zum Teil weit vorangeschritten. Auch er ist gefährdet. Sein Slogan: „Mach Tempo fürs Klima!“

Die Wasseramsel (Cinclus cinclus) ist der einzige einheimische Singvogel, der tauchen, schwimmen und sogar unter Wasser laufen kann. Ihr überwiegend braunes Gefieder ist sehr dicht und somit perfekt an die aquatische Lebensweise angepasst. Sie brütet vor allem in Mittel- bis Süddeutschland in der Nähe von geröllreichen, schnell fließenden Bächen und Flüssen im Wald- und Bergland. Ihr Nest baut sie in der Uferböschung oder in Mauerlöchern. Sie ist das ganze Jahr über zu beobachten und derzeit ungefährdet. Ihr Slogan: „Klarer Bach, klarer Fall!“

Heute wird das virtuelle Wahllokal unter www.vogeldesjahres.de freigeschaltet. Bis zum 15. Oktober, 11 Uhr, kann abgestimmt werden. Noch am selben Tag wird der Sieger bekanntgegeben. Der „Vogel des Jahres“ wurde in Deutschland erstmals im Jahr 1971 gekürt. Seit 2021 wird er durch eine öffentliche Wahl bestimmt. Der aktuelle Vogel des Jahres 2026 ist das Rebhuhn.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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