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Igel in Gefahr: Stadt Rosenheim rät zu Mährobotern nur am Tag

Linke Seite Igel im Garten, rechte Seite Mähroboter im Garten. Fotomontage: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

22. September 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Wenn es draußen früher dunkel wird, sind Igel bereits unterwegs. Genau dann können ihnen Mähroboter gefährlich werden. Die Stadt Rosenheim empfiehlt deshalb, die Geräte im Herbst nur tagsüber laufen zu lassen.

Igel sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Im Herbst beginnt ihre Aktivitätszeit durch die früher einsetzende Dunkelheit entsprechend früher. Gleichzeitig sind viele Mähroboter noch nach festen Zeitplänen in den Abendstunden unterwegs.
Besonders gefährdet sind laut Stadt junge Igel. Die meisten Igeljungen kommen im August und bis Anfang September zur Welt. Sie sind zu dieser Zeit noch klein und unerfahren und werden von den Sensoren der Mähroboter möglicherweise schlechter erkannt.

Noch auf Nahrungssuche vor dem Winterschlaf

Für die Tiere ist die Gefahr im Herbst besonders relevant: Sie müssen sich vor dem Winterschlaf noch ausreichend Energiereserven anfressen und sind deshalb bis weit in den Herbst hinein aktiv. Auf vielen Rasenflächen wird gleichzeitig noch bis in den Oktober gemäht.
Trifft ein Igel auf einen fahrenden Mähroboter, kann das Tier schwer verletzt oder getötet werden. Die Stadt weist darauf hin, dass der Braunbrustigel in Bayern inzwischen auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht. Er gilt damit noch nicht als gefährdet, die Bestände sind laut Stadt jedoch rückläufig.

Neben dem Verlust von Lebensräumen und einem geringeren Nahrungsangebot durch den Rückgang von Insekten gehören auch Gefahren im Siedlungsbereich zu den Belastungen für Igel. Dazu zählen unter anderem der Straßenverkehr und Gartengeräte wie Mähroboter.

Garten als Rückzugsort

Auch private Gärten können Igeln Nahrung und Unterschlupf bieten. Laub-, Reisig- und Holzhaufen sowie heimische Pflanzen und naturnahe Bereiche schaffen geeignete Rückzugsorte. Kleine Durchgänge in Zäunen und Hecken ermöglichen es den Tieren, zwischen verschiedenen Gärten zu wechseln.
Wer einen Teich oder Kellerschächte im Garten hat, sollte außerdem darauf achten, dass Igel dort nicht hineinfallen können.
(Quelle: Pressemitteilung Stadt Rosenheim / Beitragsbild Symbolfoto re)

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