Deutschland / Bayern / Rosenheim – Katze allein oder doch lieber zwei? Ob eine Einzelkatze oder ein Katzenpaar besser passt, hĂ€ngt von verschiedenen Faktoren ab. Alter, Charakter und bisherige Erfahrungen der Tiere spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Frage, ob eine Katze ausschlieĂlich in der Wohnung lebt oder Freigang bekommt.
Der weit verbreitete Mythos, Katzen seien grundsĂ€tzlich EinzelgĂ€nger, stimmt so nicht. Vor allem junge Katzen und Tiere, die ausschlieĂlich in der Wohnung leben, können vom Zusammenleben mit einem Artgenossen profitieren.
âGerade junge Katzen lernen im Zusammenleben viel ĂŒber Kommunikation und Sozialverhaltenâ, erklĂ€rt Sabine Ruthenfranz, Katzenexpertin und Buchautorin. âDazu gehören beispielsweise gemeinsames Spielen, gegenseitige Fellpflege oder das Ruhen nebeneinander.â
Wer sich fĂŒr zwei Katzen entscheidet, sollte möglichst Tiere auswĂ€hlen, die sich bereits kennen oder hinsichtlich Alter und Temperament gut zueinander passen.
Nicht jede Katze möchte einen Artgenossen
Es gibt aber auch Katzen, die lieber allein leben. HÀufig betrifft das Àltere Tiere oder Katzen, die schlechte Erfahrungen mit Artgenossen gemacht haben.
Auch Katzen, die das Alleinleben seit Jahren gewohnt sind, lassen sich nicht immer problemlos mit einer anderen Katze vergesellschaften.
Deshalb sollte bei der Entscheidung nicht nur die Frage im Mittelpunkt stehen, ob Katzen grundsÀtzlich Gesellschaft brauchen. Entscheidend ist auch, welche Voraussetzungen das jeweilige Tier mitbringt.
Wohnungskatze oder FreigÀnger?
Auch die Haltungsform spielt eine Rolle. âWohnungskatzen profitieren besonders stark von einem passenden Partnertier, weil im immer gleichen Lebensraum schneller Langeweile entstehen kann als in der Welt drauĂen. Gemeinsames Spielen und Gesellschaft auf Augenhöhe sind fĂŒr viele Katzen eine wichtige Bereicherungâ, sagt Ruthenfranz.
FreigÀngerkatzen haben dagegen mehr Möglichkeiten, ihre Umgebung zu erkunden und dort anderen Tieren zu begegnen. Der Freigang ersetzt allerdings nicht automatisch den Kontakt zu einem dauerhaften Artgenossen.
Zwei Katzen bedeuten auch mehr Aufwand
Wer zwei Katzen hĂ€lt, muss mit zusĂ€tzlichen Kosten fĂŒr Futter, Tierarztbesuche und Ausstattung rechnen. Auch bei den Katzentoiletten entsteht zusĂ€tzlicher Reinigungsaufwand.
Empfohlen wird grundsÀtzlich mindestens eine Katzentoilette mehr, als Katzen im Haushalt leben.
Beim Putzen macht es dagegen kaum einen Unterschied, ob eine oder mehrere Katzen auf den Teppich haaren.âAber auch die Wohnung muss entsprechend ausgestattet sein. Ich brauche genĂŒgend RĂŒckzugsorte, getrennte LiegeplĂ€tze sowie ausreichend Futter- und Trinkstellen.â erklĂ€rt Ruthenfranz,
Alter, AktivitÀt und Charakter sollten zusammenpassen
Bei der Auswahl eines Katzenpartners kommt es vor allem darauf an, dass die Tiere gut zueinander passen.Â
âSie sollten in einem gleichen Alter sein und sich auch hinsichtlich AktivitĂ€t und Charakter Ă€hneln â Geschwistertiere aus einem Wurf sind oft die ideale Wahl oder Tiere, die bereits auf der Pflegestelle Freundschaft geschlossen habenâ, so die Expertin.
Wer sich vor der Anschaffung intensiv informiert und die BedĂŒrfnisse der Tiere in den Mittelpunkt stellt, schafft die besten Voraussetzungen fĂŒr ein harmonisches Zusammenleben.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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