Landkreis Rosenheim – Ob bei Hochwasser, Unglücksfällen oder der Grundstücksvermessung: 30 Frauen und Männer engagieren sich seit 25, 40 oder sogar 50 Jahren ehrenamtlich für andere. Bei einer Feierstunde im Landratsamt Rosenheim wurden sie für ihren langjährigen Einsatz beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK), bei der Johanniter-Unfall-Hilfe, beim Technischen Hilfswerk (THW) und als Feldgeschworene ausgezeichnet.
Hilfe, wenn sie gebraucht wird
Ob bei Katastrophen, im Rettungsdienst oder bei der Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenslagen: Viele Aufgaben wären ohne freiwillige Helfer kaum zu bewältigen. Landrat Otto Lederer betonte bei der Feierstunde, wie wichtig dieses Engagement für das gesellschaftliche Miteinander sei. Staatliche Einrichtungen allein könnten die großen Herausforderungen nicht bewältigen. Es brauche Menschen, die freiwillig Verantwortung übernehmen.
Gemeinsam mit Daniela Ludwig, Parlamentarischer Staatssekretärin und Vorsitzender des BRK-Kreisverbands Rosenheim, gratulierte Lederer den Geehrten. Auch Vertreter von THW und Johannitern sowie zahlreiche Bürgermeister aus den Gemeinden des Landkreises waren zur Ehrung ins Landratsamt gekommen.
Ludwig hob besonders die Bedeutung der Ehrenamtlichen für den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz hervor. Gerade wenn schnelle Hilfe gefragt sei, komme es darauf an, dass Menschen bereitstünden und sich aufeinander verlassen könnten.
Viele Aufgaben, ein gemeinsames Ziel
Wie vielfältig das ehrenamtliche Engagement im Landkreis ist, zeigt ein Blick auf die beteiligten Organisationen. Beim BRK-Kreisverband Rosenheim engagieren sich rund 2.500 freiwillige Helfer. Sie sind unter anderem in den Bereitschaften, der Bergwacht, der Wasserwacht, der Wohlfahrts- und Sozialarbeit sowie im Jugendrotkreuz aktiv.
Auch die Johanniter-Unfall-Hilfe ist auf freiwillige Unterstützung angewiesen. Im Ortsverband Oberbayern Südost stehen neben rund 130 hauptamtlichen Kräften etwa 160 Ehrenamtliche im Einsatz. Ihre Aufgaben reichen vom Bevölkerungsschutz und Sanitätsdienst über die Erste-Hilfe-Ausbildung und den Hausnotruf bis hin zur Rettungshundestaffel und Krisenintervention. Hinzu kommen rund 100 Kinder und Jugendliche, die sich in der Johanniter-Jugend und im Schulsanitätsdienst engagieren.
Beim Technischen Hilfswerk (THW) wird ein Großteil der Arbeit ebenfalls von Ehrenamtlichen getragen. Im Landkreis Rosenheim helfen sie unter anderem bei Hochwasser, Sturmschäden und größeren Unglücksfällen. Auch bei der Notstromversorgung sind sie gefragt. Darüber hinaus unterstützen Fachberater des THW die Führungsgruppe Katastrophenschutz und den örtlichen Einsatzleiter.
Ein Ehrenamt mit langer Tradition
Ausgezeichnet wurden auch langjährige Feldgeschworene. Sie arbeiten mit der Vermessungsverwaltung zusammen, kennen die Lage von Grenzzeichen und sind für Grundstückseigentümer wichtige Ansprechpartner. Bei Unklarheiten rund um Grundstücksgrenzen können sie zudem als Vermittler tätig werden. Das Feldgeschworenenwesen gilt als ältestes kommunales Ehrenamt in Bayern.
Was die Geehrten verbindet, ist der lange Zeitraum, über den sie sich für andere einsetzen. Dazu gehören viele Stunden Freizeit, Einsätze neben Beruf und Familie und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, wenn Hilfe gebraucht wird.
Landrat Otto Lederer bedankte sich bei den Frauen und Männern für ihren jahrzehntelangen Einsatz. Sie zeigten, dass Gemeinschaftssinn auch heute einen hohen Stellenwert habe. Sein Dank lautete: „Dafür von Herzen Vergelt’s Gott.“
(Quelle: Pressemitteilung Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Copyright Landratsamt Rosenheim)


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