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Kaninchen verstehen: Was uns ihre Körpersprache verrät

Zwei Kaninchen

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

2. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim / Bayern / Deutschland – Kaninchen können zwar nicht miauen oder bellen, trotzdem zeigen sie ziemlich deutlich, wie es ihnen geht. Vor allem ihre Körpersprache verrät viel darüber, ob sie entspannt, neugierig oder verunsichert sind. Wer Ohren, Körperhaltung und Bewegungen aufmerksam beobachtet, kann die Signale seiner Langohren besser verstehen.

Dabei kommt es allerdings auf das Zusammenspiel verschiedener Signale an. „Ein einzelnes Signal reicht selten aus, um die Stimmung eines Kaninchens sicher zu beurteilen“, erklärt Viola Schillinger, Tierärztin und Betreiberin des Ratgeberportals Kaninchenwiese.de. „Es geht um die Kombination aus Ohrenstellung, Körperhaltung, Bewegung und Verhalten. Erst daraus ergibt sich ein Gesamtbild.“

Die Ohren als Stimmungsbarometer

Die langen Ohren sind bei Kaninchen wichtige Signalgeber. Sind die Tiere neugierig oder aufmerksam, richten sie ihre Ohren meist nach vorne oder bewegen sie gezielt in Richtung eines Geräuschs.
Eng angelegte Ohren können dagegen auf Unsicherheit oder Unwohlsein hindeuten. Sie können aber auch Entspannung bedeuten. Deshalb lässt sich auch hier erst zusammen mit der übrigen Körpersprache erkennen, wie es dem Tier gerade geht.

Entspannt oder ängstlich?

Auch die Körperhaltung gibt Hinweise. Liegt ein Kaninchen ausgestreckt auf der Seite oder streckt seine Hinterläufe lang nach hinten aus, spricht das für Entspannung, Sicherheit und Wohlbefinden.

Anders sieht es bei einer geduckten Haltung und eng angelegten Beinen aus. Das kann auf Unsicherheit oder Angst hindeuten. Bewegt sich ein Kaninchen kaum, kann außerdem eine Angststarre dahinterstecken.

Luftsprünge und Klopfzeichen

Wer Kaninchen beim Spielen beobachtet, kennt vielleicht die kleinen Luftsprünge. „Wenn Kaninchen sich wohlfühlen oder erleichtert sind, machen sie manchmal Luftsprünge, bei denen sie mit allen vier Pfoten gleichzeitig springen. Andere rennen umher und schlagen dabei Haken. Dabei handelt es sich um Übersprungshandlungen. Sie bauen damit überschüssige Energie ab“, erklärt die Expertin.

Ganz anders ist das Verhalten, wenn ein Kaninchen stillsteht und mit den Hinterläufen klopft. Damit zeigt es sein natürliches Warnverhalten. In freier Wildbahn werden so Artgenossen vor Gefahren gewarnt. Auch zu Hause können ungewohnte Geräusche, fremde Menschen oder andere Tiere dieses Verhalten auslösen.

So zeigen Kaninchen Vertrauen

Kaninchen zeigen ihre Zuneigung häufig eher zurückhaltend. Ein sanftes Anstupsen oder das Ablecken einer Hand können ebenso Zeichen von Vertrauen sein wie entspanntes Verweilen in unmittelbarer Nähe.

Auch untereinander zeigen Kaninchen, wenn sie sich verstehen. Gegenseitige Fellpflege, Kontaktliegen, Kuscheln und gemeinsames Spielen gehören zu den Verhaltensweisen, die auf eine harmonierende Gruppe hindeuten.

Kleine Veränderungen ernst nehmen

Nicht jede Verhaltensänderung bedeutet automatisch, dass ein Kaninchen krank ist. Verändert sich das Verhalten allerdings dauerhaft oder wirkt das Tier ungewöhnlich ruhig, sollte man genauer hinschauen.
Kaninchen versuchen Krankheiten häufig zu verbergen. Deshalb können auch kleine Veränderungen wichtige Hinweise geben. Im Zweifel ist eine kaninchenkundige Tierarztpraxis eine gute Anlaufstelle.
(Quelle: Pressemitteilung IVH / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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