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Gegenstände auf Gleisen: Bundespolizei ermittelt nach zwei Vorfällen

Kinder laufen über Gleise. Symbolfoto: Bundespolizei

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

7. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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München – Gleich zweimal musste die Bundespolizei am Dienstag (6. Oktober) wegen Gegenständen im Gleisbereich im Raum München ermitteln. Bei Johanneskirchen legten drei Kinder Stöcke, Äpfel und Süßigkeiten auf die Gleise. Eine S-Bahn überfuhr die Gegenstände, der Triebfahrzeugführer leitete daraufhin eine Schnellbremsung ein. Am späten Abend kollidierte eine weitere S-Bahn zwischen Heimstetten und Feldkirchen mit Sperrmüll. Verletzt wurde in beiden Fällen niemand.

Kinder legen Gegenstände auf die Gleise

Gegen 15.30 Uhr meldete der Triebfahrzeugführer einer S-Bahn der Linie S8 drei Kinder im Gleisbereich kurz vor dem Bahnhof Johanneskirchen im Münchner Stadtgebiet. Nach bisherigen Erkenntnissen der Bundespolizei hatten zwei Elfjährige und ein Zehnjähriger Stöcke, Äpfel und Süßigkeiten auf die Gleise gelegt.
Die herannahende S-Bahn mit rund 150 Reisenden überfuhr die Gegenstände. Der 23-jährige Triebfahrzeugführer nahm dabei einen Schlag wahr und leitete eine Schnellbremsung ein. Anschließend stellte er die drei Kinder fest und hielt sie bis zum Eintreffen einer Streife der Bundespolizei fest.
Verletzt wurde niemand, auch am Zug entstand kein Schaden. Die Bahnstrecke war von 15.28 bis 16.13 Uhr gesperrt. Nach Angaben der Deutschen Bahn waren 13 Züge betroffen und verzeichneten zusammen 293 Verspätungsminuten.

Die Bundespolizei informierte die Erziehungsberechtigten und übergab ihnen die Kinder. Gegen die drei wird wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

S-Bahn fährt auf Sperrmüll

Gegen 22.40 Uhr wurde die Bundespolizei erneut über Gegenstände im Gleisbereich informiert. Zwischen Heimstetten und Feldkirchen östlich von München kollidierte eine stadteinwärts fahrende S-Bahn der Linie S2 mit mehreren Gegenständen. Nach bisherigem Ermittlungsstand handelte es sich um Sperrmüll.

Eine Schnellbremsung wurde in diesem Fall nicht eingeleitet. Einsatzkräfte der Bundespolizei stellten die Gegenstände sicher. Die S-Bahn konnte zunächst weiterfahren und wurde am Bahnhof München Ost untersucht. Dabei stellten die Einsatzkräfte eine Beschädigung am Transformator an der Unterseite des Zuges fest.
Der Zug blieb zwar fahrtüchtig, wurde zur Reparatur aber in das Betriebswerk Steinhausen gebracht. Wie hoch der entstandene Schaden ist, steht noch nicht fest. Eine Sperrung der Strecke war nicht erforderlich. Eine Fahndung im Nahbereich nach möglichen Tatverdächtigen blieb ohne Ergebnis.
Auch in diesem Fall ermittelt die Bundespolizei wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Wer den Sperrmüll auf die Gleise gebracht hat, ist bislang unbekannt.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)

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