Bayern – Der Bayerische Bauernverband (BBV) fordert kurzfristige finanzielle Hilfen für landwirtschaftliche Familienbetriebe in Bayern. Bei einer Tagung in Herrsching haben Kreisobmänner und stellvertretende Kreisobmänner des Verbands Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer ihre Forderungen vorgelegt. Besonders die wirtschaftliche Lage der Schweinehalter stand dabei im Mittelpunkt.
Nach Einschätzung des BBV belasten gestiegene Kosten, Ertragsausfälle und niedrige Erzeugerpreise zahlreiche Betriebe. Die Teilnehmer der Tagung forderten deshalb Maßnahmen, um die Liquidität der landwirtschaftlichen Unternehmen zu sichern. Konkret verlangt der Verband, mindestens die Hälfte der EU-Direktzahlungen vorzeitig auszuzahlen. Der Rest solle im Dezember 2026 folgen.
Forderungen an den Bundeslandwirtschaftsminister
Bei der Tagung stellte sich Alois Rainer den Fragen der Teilnehmer. Grundlage des Austauschs war ein Forderungspapier, in dem die Verbandsvertreter ihre Anliegen zur europäischen und nationalen Agrarpolitik zusammengefasst hatten. Der BBV appelliert an den Bundeslandwirtschaftsminister, sich bei den anstehenden Entscheidungen für die Interessen der Land- und Forstwirtschaft einzusetzen.
Auch die Situation der Obstbauern wurde angesprochen. Mit der Aktion „Ein Fünftel ist nicht genug“ macht die Branche nach Angaben des BBV auf den niedrigen Selbstversorgungsgrad bei heimischem Obst aufmerksam. Dieser liege in Bayern bei etwa zehn Prozent und damit unter dem Bundesdurchschnitt. Die Obstbauern übergaben Rainer bei der Tagung ihre Forderungen nach besseren Produktionsbedingungen für den heimischen Obstbau.
Neben agrarpolitischen Themen ging es bei dem Treffen auch um die turnusmäßigen Neuwahlen im Bauernverband. Derzeit werden die Gremien auf Orts-, Kreis- und Bezirksebene neu besetzt. Die Wahl auf Landesebene ist für 2027 vorgesehen.
(Quelle: Pressemitteilung BBV / Beitragsbild: Copyright BBV)


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