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Rosenheim in den 1960ern: Ein Blick ins gemütliche Cafè Schick

Cafe Schick in Rosenheim in den 1960er Jahren. Foto: Archiv Herbert Borrmann

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

19. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Unsere fotografische Zeitreise geht heute zurück in die 1960er Jahre. Auf der historischen Aufnahme sehen wir das ehemalige Café Schick in der Gillitzerstraße in Rosenheim. Im Mittelpunkt stehen eine gemütliche Sitzgruppe, Zimmerpflanzen und ein großes Aquarium. An der Decke hängt ein Leuchter in Blumenform. Das Bild vermittelt fast ein wenig Wohnzimmeratmosphäre – ein Ort, an dem man offenbar gerne länger sitzen blieb.

Das Café Schick befand sich in der Gillitzerstraße 2 und gehörte einst zu den bekannten Treffpunkten der Rosenheimer Innenstadt. Eröffnet wurde es 1954 im Erdgeschoss eines damals neu errichteten, siebengeschossigen Wohn- und Geschäftshauses. Der Bau galt als erstes großes innerstädtisches Bauprojekt der Nachkriegszeit und brachte ein Stück Großstadtflair nach Rosenheim. Das geht aus den historischen Beiträgen des Stadtarchivs Rosenheim hervor.
Im Café gab es auf zwei Ebenen mehrere unterschiedlich eingerichtete Räume. So fanden die Gäste je nach Geschmack und Anlass ihren Platz. Das große Aquarium war dabei ein besonderer Blickfang. Auch auf unserem heutigen Foto zieht es den Blick auf sich und passt gut zu der behaglichen Einrichtung mit Pflanzen und dekorativer Beleuchtung.

Biskuitrolle, Weinschaumcreme und lange Nächte

Doch im Café Schick ging es nicht nur um die Einrichtung. Auch kulinarisch hatte das Lokal einiges zu bieten. Besonders beliebt waren die Biskuitrolle mit Früchten und die Weinschaumcreme. Das Café entwickelte sich zu einem Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Rosenheim. Hier trafen sich Geschäftsleute, Jugendliche und andere Gäste, um Kaffee und Kuchen zu genießen oder miteinander ins Gespräch zu kommen.
Auch Fußballlegende Uli Hoeneß soll zu den Stammgästen gehört haben. Das Café war zudem bei Nachtschwärmern beliebt: Nach einem Besuch in den umliegenden Tanzlokalen zog es manche Gäste noch ins Schick. Überliefert ist auch ein kräftiges Katerfrühstück mit heißen Weißwürsten, Brezen und Rollmops.

Das Café Schick gehört längst zur Rosenheimer Stadtgeschichte. Mit der Schließung im Jahr 1972 endete eine Ära, die vielen Gästen in Erinnerung geblieben ist. Das heutige Foto lässt zumindest erahnen, was den besonderen Charme des Lokals ausgemacht haben könnte.
(Quelle: Beitragsbild: Archiv Herbert Borrmann / Artikel: Karin Wunsam)

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