München – Gleich drei Einsätze wegen aggressiver Männer haben die Bundespolizei am Samstag (17. Oktober) an Münchner Bahnhöfen beschäftigt. Am Ostbahnhof soll ein 34-jähriger Rumäne einen Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit mit einer Bierflasche beworfen und anschließend mit einer Gehhilfe gegen das Bein geschlagen haben. Am Hauptbahnhof kam es bei zwei weiteren Einsätzen zu Auseinandersetzungen mit Bundespolizisten. Die Ermittlungen laufen.
Deutscher schüttet Bier über Kamera und Sprechanlage
Kurz nach Mitternacht fiel einer Streife am Münchner Hauptbahnhof ein 26-jähriger Deutscher auf. Nach Angaben der Bundespolizei schüttete der Mann Bier über eine Überwachungskamera und die Sprechanlage des Kontaktraums der Bundespolizei. Als er das kurz darauf wiederholte, sprachen ihn die Beamten an. Daraufhin soll er versucht haben, sich gewaltsam Zutritt zu den Diensträumen zu verschaffen.
Weil er sein Verhalten trotz mehrfacher Aufforderung nicht einstellte, fesselten ihn die Einsatzkräfte und brachten ihn zur Dienststelle. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kam der 26-Jährige wieder frei. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Bulgare tritt und spuckt in Richtung der Einsatzkräfte
Am Samstagabend gegen 18 Uhr gerieten mehrere Personen vor der Bahnhofsmission am Hauptbahnhof in Streit. Eine Streife wurde auf die Auseinandersetzung aufmerksam und holte Unterstützung. Den Beamten gelang es zunächst, den Streit zu schlichten. Gegen die drei Beteiligten wurden Platzverweise ausgesprochen.
Während zwei Männer den Bereich verließen, weigerte sich ein 39-jähriger Bulgare, der Aufforderung nachzukommen. Als die Beamten ihn in Richtung Ausgang Bayerstraße führten, leistete er nach Angaben der Bundespolizei Widerstand. Er soll versucht haben, nach vorbeilaufenden Passanten zu treten. Die Einsatzkräfte brachten ihn zu Boden und fesselten ihn. Auch danach setzte er seinen Widerstand fort und versuchte, nach den Beamten zu spucken. Schließlich wurde ihm eine Spuckschutzhaube angelegt.
Laut Bundespolizei beleidigte der Mann die Einsatzkräfte auch auf der Dienststelle wiederholt. Nach einer auf Anordnung der Staatsanwaltschaft durchgeführten Blutentnahme wurde er entlassen. Gegen ihn wird wegen des Verdachts des tätlichen Angriffs und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie wegen Beleidigung ermittelt.
Rumäne wirft mit Bierflasche nach Bahnmitarbeiter
Gegen 22 Uhr kam es am Münchner Ostbahnhof zu einem weiteren Vorfall. Ein 34-jähriger Rumäne, der in München wohnt, blockierte nach Angaben der Bundespolizei mit seinem Rollstuhl eine Rolltreppe. Als ein 27-jähriger Mitarbeiter der Deutschen Bahn Sicherheit ihm Hilfe anbot, soll der Mann aggressiv reagiert haben. Er warf eine Bierflasche in Richtung des Mitarbeiters, verfehlte ihn jedoch. Anschließend schlug er mit seiner Gehhilfe gegen dessen Bein.
Der Sicherheitsmitarbeiter klagte danach über Schmerzen, lehnte eine Untersuchung durch den Rettungsdienst aber ab. Er meldete den Vorfall bei der Bundespolizei am Ostbahnhof. Ein weiterer Mitarbeiter der Deutschen Bahn hatte den Angriff beobachtet und konnte Angaben zum Geschehen machen.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 34-Jährige entlassen. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizei / Beitragsbild: Symbolfoto Bundespolizei)


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