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Halloween in Rosenheim: Kürbisse willkommen – oder gehört das gar nicht zu uns?

Halloweendeko im Vorgarten in Rosenheim. Foto: Karin Wunsam

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

24. Oktober 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

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Rosenheim / Bayern – Skelette im Vorgarten, Geister zwischen den Sträuchern und Kürbisse mit schaurigen Fratzen: In Rosenheim wird es bereits gruselig. Am Samstag, 31. Oktober, ist Halloween. Während manche dem Fest entgegenfiebern, können andere mit dem ganzen Spuk wenig anfangen. Auch bei uns hört man immer wieder: „Das gehört nicht zu uns!“ Doch stimmt das überhaupt? Und warum scheiden sich an Halloween eigentlich so sehr die Geister?

Nicht nur im Rosenheimer Stadtteil Kastenau (unser Beitragsbild) ist ein Vorgarten bereits passend zum bevorstehenden Fest dekoriert. Zwischen Skeletten, Geistern und Kürbissen zeigt sich, wie viel Freude manche daran haben, Haus und Garten in eine kleine Gruselwelt zu verwandeln. Für die einen ist das eine willkommene Abwechslung im Herbst, für die anderen komplett unnötiger Spuk.

Besonders beim Klingeln an fremden Haustüren gehen die Meinungen auseinander. Während sich viele Kinder auf Süßigkeiten freuen und sich gern in kleine Monster, Hexen oder Vampire verwandeln, empfinden manche Erwachsene das „Süßes oder Saures“ als extrem lästig. Andere stören sich daran, dass Halloween aus ihrer Sicht vor allem ein kommerzielles Fest ist, das mit den eigenen Traditionen wenig zu tun hat.

Ein amerikanischer Import? Nicht ganz!

Wer Halloween für einen rein amerikanischen Brauch hält, liegt historisch nicht ganz richtig. Der Name leitet sich von „All Hallows’ Eve“ ab, dem Vorabend von Allerheiligen am 1. November. Irische Auswanderer brachten ihre Traditionen im 19. Jahrhundert nach Nordamerika. Dort entwickelte sich daraus nach und nach das Halloween, das wir heute kennen – mit Kostümen, Streichen, ausgehöhlten Kürbissen und dem bekannten Ruf „Süßes oder Saures“.
Auch beim Kürbis lohnt sich ein zweiter Blick: Ursprünglich wurden in Irland Rüben ausgehöhlt und mit gruseligen Gesichtern versehen. In Amerika boten sich die größeren Kürbisse an und wurden zum Symbol des Festes. In Deutschland wurde Halloween vor allem seit den 1990er-Jahren populär.

Ganz so einfach ist es also nicht mit dem vermeintlich fremden Brauch. Das heutige Halloween hat sich über viele Jahrhunderte und auf beiden Seiten des Atlantiks entwickelt. Dass es trotzdem nicht jedermanns Sache ist, versteht sich von selbst.

Zwischen Gruselspaß und genervten Nachbarn

Für Halloween-Fans gehört das Schmücken des Vorgartens genauso dazu wie das Verkleiden oder eine Feier mit Freunden. Andere fragen sich, warum es neben Fasching, Martinsumzügen und den Bräuchen rund um Allerheiligen noch ein weiteres Fest braucht. Gerade Allerheiligen ist für viele Menschen ein wichtiger Tag, an dem sie ihrer verstorbenen Angehörigen gedenken. Dass am Vorabend Geister, Monster und andere Gruselgestalten unterwegs sind, passt für manche nicht zusammen.

Und dann sind da noch die Streiche, die zu Halloween für manche einfach dazugehören. Doch was für die einen ein lustiger Scherz ist, sorgt bei anderen für Ärger. Die Grenze zwischen einem harmlosen Streich und einer Sachbeschädigung ist dabei manchmal fließend – und wird immer wieder auch überschritten. Beschmierte Hauswände, beschädigte Briefkästen oder Eier, die an Fenstern landen, haben mit einem kleinen Gruselspaß auch wirklich nichts mehr zu tun. 

Auch im Handel spielt Halloween eine große Rolle. Der Handelsverband Deutschland rechnet für 2026 mit Umsätzen von rund 537 Millionen Euro rund um das Gruselfest – 3,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig wollen mit 14,9 Prozent etwas weniger Menschen gezielt Geld für Halloween ausgeben als 2025, als der Anteil noch bei 15,2 Prozent lag. Die Zahlen zeichnen damit ein gemischtes Bild: Der Umsatz steigt, die Zahl derjenigen, die mitfeiern und dafür Geld ausgeben wollen, geht leicht zurück.

Ob mit aufwendig geschmücktem Vorgarten, Kostümparty oder ganz ohne Halloween: Wie der 31. Oktober verbracht wird, bleibt jedem selbst überlassen. Aber wie ist das bei euch? Freut ihr euch über die gruseligen Vorgärten und findet es schön, wenn verkleidete Kinder auf Süßigkeitensuche gehen? Feiert ihr selbst mit – oder könnt ihr mit Halloween überhaupt nichts anfangen? Vielleicht mögt ihr die Dekoration, findet aber, dass an der eigenen Haustür Schluss sein sollte. Oder ihr sagt ganz klar: „Das gehört nicht zu uns!“ Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild: Karin Wunsam)

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