Das Wasserspiel hatte schon vor der Eröffnung auch kritische Stimmen hervorgerufen. Dabei ging es um den Wasserverbrauch der Fontänen. Bei der Eröffnung erklärte Oberbürgermeister Abuzar Erdogan, dass der Springbrunnen aus hygienischen Gründen mit Trinkwasser betrieben wird, insbesondere mit Blick auf die Kinder, die dort spielen. Das Wasser wird unterirdisch aufgefangen, gefiltert und gereinigt und anschließend wieder in den Springbrunnen gepumpt. Es handelt sich damit um einen geschlossenen Wasserkreislauf. Ergänzt werden müsse lediglich das Wasser, das durch Verdunstung verloren geht. Regen- und Oberflächenwasser wird separat in einer Zisterne gesammelt und anschließend zum Gießen und Bewässern genutzt.
Spuren der Eisenbahngeschichte
Die frühere Nutzung des Geländes findet sich in mehreren Details der Gestaltung wieder. Die Wegeführung und das Pflaster sollen an Gleise und Gleisbette erinnern, über die früher Züge in den Lokschuppen einfuhren.
Außerdem wurde im Zuge der Arbeiten der Fuß- und Radweg neben der Rathausstraße verbreitert. Zusätzlich wurden weitere, teilweise überdachte Fahrradstellplätze geschaffen.
Neue Bäume und Sitzstufen am Mühlbach
Bei der Neugestaltung wurden neue Bäume gepflanzt, darunter Linden, Erlen und Ahorn. Am Mühlbach auf der Rückseite des Lokschuppens laden außerdem neue Sitzstufen dazu ein, sich am Wasser aufzuhalten – besonders in den Sommermonaten.
3,1 Millionen Euro für die Neugestaltung
Rund 2,6 Millionen Euro entfallen auf den Vorplatz, weitere 500.000 Euro auf den Bereich am Mühlbach. Gefördert wird das Projekt über den „Sonderfonds Innenstädte beleben“. Die Förderung durch Bund und Freistaat Bayern beträgt 80 Prozent. An der Eröffnung nahmen neben Oberbürgermeister Abuzar Erdogan auch Vertreter aus der Politik, des Lokschuppens und der Regierung von Oberbayern teil.
Erdogan hofft, dass der Platz zu einem weiteren Treffpunkt in Rosenheim wird. Menschen sollen dort miteinander ins Gespräch kommen und Zeit verbringen können, auch ohne etwas konsumieren zu müssen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Fotos: Josefa Staudhammer)




0 Kommentare