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Aus ehemaligen Krankenhaus wird Hochschulstandort: Campus Chiemgau eröffnet in Ruhpolding

Landrat Andreas Danzer (im Vordergrund mit Hoodie des Studiengangs Smart Interactive Media) testet die Anwendung von Augmented Reality. Foto: Anton Maier

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

26. Oktober 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Ruhpolding / Landkreis Traustein – In einem ehemaligen Krankenhaus lernen jetzt Studenten: Die Technische Hochschule Rosenheim hat ihren Außenstandort in Ruhpolding offiziell eröffnet. Auf dem Vinzentinum-Areal gibt es Vorlesungsräume, Labore und Wohnmöglichkeiten. Mit dem Wintersemester 2026/27 ist dort auch ein neuer Studiengang gestartet.

Das frühere Krankenhausgebäude gehört inzwischen der Wohnungsbau GmbH des Landkreises Traunstein. Sie hatte das Areal von den Kliniken Südostbayern erworben und für die Nutzung durch die Hochschule umgebaut. Der Vorlesungsbetrieb lief bereits vor der offiziellen Eröffnung.

Patientenzimmer werden zu Studentenwohnungen

Bei der Eröffnung blickte Hochschulpräsident Professor Heinrich Köster auf die Entstehung des Standorts zurück. Der Landkreis Traunstein habe der Hochschule vor einigen Jahren überraschend angeboten, in Ruhpolding ein Bildungsangebot aufzubauen. Das habe gut zur Strategie gepasst, Studienmöglichkeiten auch im ländlichen Raum zu schaffen.
Aus Patientenzimmern wurden Wohnräume für Studenten und Labore. Die frühere Cafeteria dient nun als Seminar- und Veranstaltungsraum, die ehemalige Kapelle als Vorlesungssaal mit moderner IT-Ausstattung. Köster dankte dem Landkreis, der Gemeinde Ruhpolding und dem Team des Campus Chiemgau für die Umsetzung.

Für den Erwerb des Areals zahlte der Landkreis nach Angaben von Landrat Andreas Danzer rund 5,5 Millionen Euro. Der Umbau und die Ausstattung kosteten weitere etwa 450.000 Euro. Danzer sieht darin eine Investition, die den Wissenstransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft stärken und Fachkräfte für Unternehmen in der Region ausbilden soll.

Bis zu 150 Studenten möglich

Auch Ruhpoldings Bürgermeister Justus Pfeifer sieht Vorteile für den Ort. Neben der Nachnutzung des früheren Klinikgebäudes bringe der Hochschulstandort junge Menschen nach Ruhpolding. Einige Studenten arbeiten laut Pfeifer bereits als Aushilfen in Gastronomie und Hotels. Auch der Einzelhandel könne von zusätzlichen Kunden profitieren.Langfristig sollen in Ruhpolding bis zu 150 Studenten lernen und teilweise auch wohnen können.

Neuer Studiengang mit knapp 30 Erstsemestern

Ein Teil des Studienbetriebs läuft bereits seit etwa einem Jahr in Ruhpolding: Dort finden Vorlesungen und praktische Übungen des Studiengangs E-Commerce statt, der überwiegend am Campus Chiemgau in Traunstein angesiedelt ist.
Mit dem Wintersemester 2026/27 ist nun der erste Studiengang hinzugekommen, der hauptsächlich in Ruhpolding unterrichtet wird: Smart Interactive Media. Knapp 30 Erstsemester haben sich dafür eingeschrieben.

Studiengangsleiter Professor Sebastian Feger beschreibt das Angebot als Verbindung von Mediengestaltung und Informatik. Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Virtual und Augmented Reality, 3D-Design, Animation, Medienproduktion und der Einsatz Künstlicher Intelligenz. Absolventen sollen damit beispielsweise in Unternehmen, Agenturen, Start-ups oder in der Forschung arbeiten können.
(Quelle: Pressemitteilung TH Rosenheim / Beitragsbild: Anton Maier)

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