München / Rosenheim – Mit der Zeitumstellung am Sonntag, 25. Oktober, wird es abends wieder eine Stunde früher dunkel. Gleichzeitig stehen die bayerischen Herbstferien vom 2. bis 6. November bevor. Viele Familien nutzen die freie Zeit für Ausflüge und Reisen. Die Bundespolizeiinspektion München nimmt dies zum Anlass, um auf mögliche Gefahren an Bahnhöfen und im Bahnverkehr hinzuweisen.
Mit einfachen Verhaltensregeln können Reisende dazu beitragen, sicher und entspannt ans Ziel zu kommen.
Am Bahnsteig aufmerksam bleiben
Besonders in der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, die Umgebung im Blick zu behalten. Wer sich mit dem Smartphone beschäftigt oder Kopfhörer trägt, nimmt herannahende Züge, Warnsignale und Lautsprecherdurchsagen möglicherweise nicht rechtzeitig wahr.
Deshalb sollten Reisende an Bahnsteigen und Bahnübergängen besonders aufmerksam sein und ausreichend Abstand zur Bahnsteigkante halten. Das Betreten der Gleisanlagen ist verboten und lebensgefährlich. Züge können sich nahezu geräuschlos nähern und haben aufgrund ihres Gewichts und ihrer Geschwindigkeit einen langen Bremsweg. Auch vermeintliche Abkürzungen über die Gleise können tödlich enden.
Wertsachen und Gepäck schützen
Beim Ein- und Aussteigen sowie in dichtem Gedränge können Taschendiebe günstige Gelegenheiten nutzen. Die Bundespolizei empfiehlt deshalb, Geldbörsen, Mobiltelefone und andere Wertgegenstände möglichst körpernah in verschlossenen Taschen aufzubewahren.
In unübersichtlichen Situationen sollten Rucksäcke vor dem Körper getragen werden. Auch Koffer und Reisetaschen sollten nicht unbeaufsichtigt bleiben. Bei längeren Bahnreisen ist es sinnvoll, das Gepäck so zu verstauen, dass es möglichst im Blick bleibt.
Mit Kindern sicher reisen
Wer mit Kindern in den Herbstferien mit der Bahn unterwegs ist, sollte bereits vor der Reise über das richtige Verhalten am Bahnhof sprechen. Dazu gehört, nicht zu rennen, genügend Abstand zur Bahnsteigkante zu halten und niemals eigenständig die Gleise zu betreten.
Eltern sollten außerdem mit ihren Kindern besprechen, was sie tun können, wenn sie sich im Gedränge verlieren. In diesem Fall können sie sich an uniformierte Polizeikräfte oder Mitarbeitende der Bahn wenden. Hilfreich ist es auch, wenn Kinder die Telefonnummer einer vertrauten Bezugsperson kennen oder bei sich tragen.
Auch abends auf die eigene Sicherheit achten
Damit sich Reisende auch in den Abendstunden an Bahnhöfen und in Zügen sicher fühlen, empfiehlt die Bundespolizei einige Verhaltensregeln:
- Beleuchtete Bereiche nutzen: Halten Sie sich möglichst in gut einsehbaren und beleuchteten Bereichen des Bahnhofs auf. Warten Sie nach Möglichkeit in der Nähe anderer Reisender.
- Bei Unsicherheit Hilfe suchen: Wenn Sie sich bedrängt, bedroht oder unsicher fühlen, wenden Sie sich frühzeitig an Polizeistreifen, Mitarbeitende der Bahn oder andere Reisende.
- Bei bedrohlichen Situationen aufmerksam bleiben: Beobachten Sie eine bedrohliche Situation oder Auseinandersetzung, machen Sie andere darauf aufmerksam und verständigen Sie die Polizei. Bringen Sie sich dabei nicht selbst in Gefahr.
- Im Notfall die Polizei rufen: Bei bedrohlichen Situationen, verdächtigen Beobachtungen oder wenn polizeiliche Hilfe benötigt wird, ist die Notrufnummer 110 erreichbar. Für allgemeine Fragen und Hinweise steht die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 zur Verfügung.
Mit Aufmerksamkeit und einfachen Vorsichtsmaßnahmen können Reisende dazu beitragen, Risiken auf dem Weg zum Zug, während der Fahrt und am Bahnhof zu verringern.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Symbolfoto re)


0 Kommentare