Siegsdorf / Landkreis Traunstein – Wie lassen sich Menschen nach einem schweren Lkw-Unfall möglichst sicher aus dem Fahrzeug retten? Mit dieser Frage beschäftigten sich 36 Feuerwehrleute bei einem Speziallehrgang des Kreisfeuerwehrverbands Traunstein auf dem Firmengelände von RIGRA in Siegsdorf. Die beiden Ausbildungstage waren ausgebucht, die Nachfrage nach den insgesamt 36 Plätzen war laut Kreisfeuerwehrverband etwa doppelt so hoch.
Unter Anleitung von Axel Topp von der Berufsfeuerwehr Nürnberg trainierten die Teilnehmer an zwei ausgedienten Lastwagen verschiedene Rettungstechniken. Zum Einsatz kamen unter anderem hydraulische Rettungsscheren, Spreizer, Rettungszylinder und eine Seilwinde. Zuvor hatten die Feuerwehrleute die theoretischen Grundlagen zu Fahrzeugaufbau und Gefahren bei Lkw-Unfällen kennengelernt.
Andere Technik als beim Pkw
Bei schweren Nutzfahrzeugen sind die Fahrzeugstrukturen besonders massiv. Deshalb müssen die Einsatzkräfte je nach Lage unterschiedliche Wege finden, um Zugang zum Fahrerhaus zu schaffen. Neben dem Öffnen von Fahrzeugteilen übten sie auch, wie sich das Fahrerhaus mithilfe einer Seilwinde gezielt auseinanderziehen lässt.
Organisiert wurde der Lehrgang von Matthias Seidenfuß vom Kreisfeuerwehrverband Traunstein. Auch Feuerwehrkommandanten nutzten die Gelegenheit, ihre Kenntnisse zu vertiefen und Erfahrungen für die Ausbildung in den eigenen Wehren mitzunehmen. Die Übungsfahrzeuge und das Gelände stellte die Firma RIGRA zur Verfügung. Die Feuerwehren Bergen und Übersee unterstützten die Ausbildung mit Einsatzfahrzeugen und Gerätschaften. Die Teilnehmer kamen aus zahlreichen Feuerwehren im Landkreis Traunstein sowie von der Werkfeuerwehr BSH Traunreut.
(Quelle: Artikel Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Hubert Hobmaier)


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