Rosenheim – Ein schaukelnder Arbeitskorb, ein Kran und darunter jede Menge Luft: Am 80 Meter hohen Kamin des Rosenheimer Müllheizkraftwerks war kürzlich ein ungewöhnlicher Arbeitseinsatz zu beobachten. Ein Arbeiter wurde in einem Korb bis weit nach oben gehoben. Doch was genau wurde dort eigentlich gemacht? Die Stadtwerke Rosenheim haben dazu Auskunft gegeben.
Kein Job für Menschen mit Höhenangst: In gut 80 Metern Höhe inspiziert ein Arbeiter den Kamin des Müllheizkraftwerks Rosenheim. Fotos: Eduard Staudhammer
Wer den Blick in der Färberstraße nach oben richtete, konnte einen Arbeiter entdecken, der in einem schaukelndem Korb am Kran hing und den Kamin aus nächster Nähe untersuchte. Ein Einsatz, der sicher nichts für Menschen mit Höhenangst ist.
Aber was wurde da eigentlich gemach? Innpuls.me hat bei den Stadtwerken Rosenheim nachgefragt: Der Kamin stammt aus dem Jahr 1955. Er wurde beim Bau des Heizkraftwerks errichtet und wird regelmäßig überprüft. Alle zwei Jahre stehen Untersuchungen sowie Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten an. Jetzt war es wieder soweit.
Fugen werden genau kontrolliert
Dabei untersuchen die Fachleute den Kamin sowohl von innen als auch von außen. Besonderes Augenmerk gilt den Fugen. Sie werden genau kontrolliert und bei Bedarf ausgebessert. Die jüngsten Arbeiten dauerten zwei Tage und sind inzwischen abgeschlossen.
Müllheizkraftwerk erzeugt auch Strom und Fernwärme
Im Rosenheimer Müllheizkraftwerk werden jährlich rund 65.000 Tonnen Siedlungsabfälle thermisch verwertet. Dabei entsteht Energie, die für die Versorgung mit Fernwärme und Strom genutzt wird.
Im Jahr 2025 wurden laut den Stadtwerken Rosenheim dort 252.000 Megawattstunden Fernwärme und 112.000 Megawattstunden Strom erzeugt. 43 Prozent der Fernwärme stammten dabei aus der Müllverbrennung. Den übrigen Fernwärmebedarf der angeschlossenen Kunden decken vor allem Gasmotoren und Großwärmepumpen.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Beitragsbild, Foto: Eduard Staudhammer)



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