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Bayerischer Wintervogelatlas: LBV sucht Helfer für letzte Zählsaison

Vogel auf gefrorenem Ast. Foto: re

Josefa Staudhammer

Ihr Traumberuf ist Journalistin. Sie steht zwar noch am Anfang ihrer Karriere, hat aber schon einige Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln dürfen. Besonders am Herzen liegt ihr die Vernetzung von Innpuls.me mit Social Media. Außerdem ist sie Euere Ansprechpartnerin für Interviews und Jugendstorys aus der Region Rosenheim.

5. November 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern / München / Rosenheim – Welche Vögel bleiben im Winter in Bayern, welche ziehen in den Süden? Mit dem Bayerischen Wintervogelatlas wollen LBV und Ornithologische Gesellschaft in Bayern das Überwinterungsverhalten heimischer Vogelarten genauer erfassen. Für die letzte Erfassungssaison werden noch ehrenamtliche Helfer gesucht.

Während über die Vogelwelt im Frühling und Sommer bereits viel bekannt ist, gibt es bislang nur wenige Erkenntnisse darüber, welche Arten sich im Winter in Bayern aufhalten. Das möchten der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) und die Ornithologische Gesellschaft in Bayern (OG Bayern) ändern. Gemeinsam rufen sie zur letzten Erfassungssaison des Bayerischen Wintervogelatlas auf.

Vom 15. November bis zum 15. Februar 2027 dokumentieren Ehrenamtliche bayernweit, welche Vogelarten sie beobachten oder hören. Die Ergebnisse sollen in einem Atlas zusammengeführt werden, der das Vorkommen der bayerischen Vogelwelt im Winter zeigt und Veränderungen sichtbar macht. Das deutschlandweit einzigartige Projekt wird vom Bayerischen Naturschutzfonds gefördert.

Welche Vögel bleiben im Winter in Bayern?

Für heimische Vögel gibt es grundsätzlich zwei Strategien, um durch den Winter zu kommen: Sie bleiben in ihrer Heimat oder ziehen in wärmere Regionen. Beide Möglichkeiten sind mit Risiken verbunden. Während der lange Flug in den Süden Energie kostet und Gefahren birgt, wird im Winter in Bayern bei niedrigen Temperaturen das Nahrungsangebot knapper. Auch plötzliche Kälteeinbrüche und extreme Wetterlagen können den Vögeln zusetzen.

Bereits jetzt zeigt sich, dass sich das Zugverhalten verschiedener Arten verändert. Weil die Winter milder werden und Schnee seltener lange liegen bleibt, verbringen zunehmend mehr Vögel die kalte Jahreszeit in Bayern. Dazu zählen beispielsweise Hausrotschwanz, Zilpzalp und Mönchsgrasmücke.

„Wir wollen herausfinden, wie sich das Überwinterungsverhalten der verschiedenen Vogelarten durch den Klimawandel verändert und welche ihrer Strategien welche Auswirkungen auf die Bestandsentwicklungen haben können“, sagt Marc Kurzmann, Vorsitzender der OG Bayern.

In diesen Regionen fehlen noch Beobachtungen

Die Erfassungssaison 2026/27 ist die letzte Gelegenheit, Daten für den Wintervogelatlas zu sammeln. In einigen Regionen Bayerns liegen bislang kaum oder gar keine Beobachtungen vor. Dazu gehören unter anderem der Bayerische Wald, das Fichtelgebirge, die Rhön und der Spessart.

Teilweise fehlen sogar Nachweise häufig vorkommender Arten wie Amsel, Buchfink oder Kohlmeise. Wo noch Beobachtungen benötigt werden, zeigt eine interaktive Karte unter lbv.de/wintervogelatlas.

Mit einem Winterspaziergang mitmachen

Gesucht werden ehrenamtliche Vogelbeobachter, die sich an der Erfassung beteiligen möchten. Vorkenntnisse in der systematischen Vogelzählung sind laut LBV nicht unbedingt erforderlich. Die Aktion richtet sich auch an Menschen, die häufige Vogelarten bereits kennen und erste Erfahrungen sammeln möchten.
Die Erfassung erfolgt in etwa zehn Quadratkilometer großen Gebieten. Jede beobachtete oder gehörte Vogelart wird auf einer Liste festgehalten – auch häufige Arten wie Amsel, Buchfink oder Kohlmeise. Schon ein einstündiger Winterspaziergang reicht aus, um mitzumachen. Wer ein ganzes Gebiet vollständig erfassen möchte, sollte über den Winter etwa zehn bis zwölf Stunden einplanen.

Bei Fragen unterstützen kostenlose Online-Schulungen. Weitere Informationen zur Teilnahme, zur interaktiven Ergebniskarte und zu den bisherigen Zwischenergebnissen gibt es unter lbv.de/wintervogelatlas.
(Quelle: Pressemitteilung LBV, OG Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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