Schweinfurt / Bayern – Für Kinderbetreuung, Erziehungshilfen und weitere Angebote der Kinder- und Jugendhilfe hat der Freistaat Bayern im vergangenen Jahr kräftig mehr Geld ausgegeben. Insgesamt kamen 2025 knapp 12,5 Milliarden Euro zusammen. Das sind 8,4 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Den mit Abstand größten Anteil verschlingt dabei die Kindertagesbetreuung.
Das geht aus den aktuellen Zahlen des Bayerischen Landesamts für Statistik hervor. Demnach beliefen sich die Bruttoausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe 2025 auf rund 12.494 Millionen Euro. Zieht man die Einnahmen ab, bleiben Nettoausgaben von 11.735 Millionen Euro. Auch das ist ein deutlicher Anstieg: um 7,2 Prozent gegenüber 2024.
Kindertagesbetreuung ist mit Abstand der größte Kostenpunkt
Wohin fließt das viele Geld? Der größte Teil wird für die Betreuung von Kindern ausgegeben. Dafür standen 2025 insgesamt 9.245 Millionen Euro zu Buche. Das sind 8,7 Prozent mehr als im Vorjahr.
Der Löwenanteil davon entfiel auf Kindertageseinrichtungen: 9.115 Millionen Euro. Weitere rund 130 Millionen Euro wurden für die Kindertagespflege ausgegeben.
Auf Platz zwei folgen die Hilfen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die besondere Unterstützung benötigen. Dazu zählen unter anderem Hilfen zur Erziehung, Eingliederungshilfen für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche sowie Hilfen für junge Volljährige und vorläufige Schutzmaßnahmen. Dafür wurden rund 2.181 Millionen Euro ausgegeben. Das entspricht einem Plus von 10,7 Prozent gegenüber 2024.
Öffentliche Träger mit deutlich stärkerem Ausgabenplus
Interessant ist auch der Blick darauf, wer das Geld erhält: Von den gesamten Bruttoausgaben entfielen 7.035 Millionen Euro auf Leistungen öffentlicher Träger. Das waren 12,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Für Zuschüsse an freie Träger wurden 5.459 Millionen Euro aufgewendet. Hier fiel der Anstieg mit 3,6 Prozent deutlich moderater aus.
Ein weiterer Blick in die Statistik zeigt: Der größte Teil der Nettoausgaben kommt Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe zugute. Dafür wurden 2025 insgesamt 8.647 Millionen Euro ausgegeben. Das entspricht wie bereits im Vorjahr rund 73,7 Prozent der gesamten Nettoausgaben. Für Einzel- und Gruppenhilfen waren es rund 3.089 Millionen Euro.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerisches Landesamt für Statistik / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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