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Traunsteiner Kreisbrandrat Christof Grundner übernimmt Führung auf Bezirksebene

Der Traunsteiner Kreisbrandrat Christof Grundner (Mitte) wurde bei der Vollversammlung des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberbayern zum neuen Vorsitzenden gewählt. Rechts im Bild Kreisbrandrat Stefan Kreitmaier aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen der nun die Aufgabe des stellvertretenden Vorsitzenden übernimmt. Links der bisherige Vorsitzende und Kreisbrandrat aus dem Landkreis Weilheim-Schongau, Dr. Rüdiger Sobotta. Foto: BFV Oberbayern

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

8. November 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Traunstein – Der Landkreis Traunstein übernimmt künftig eine wichtige Führungsaufgabe bei den Feuerwehren in Oberbayern: Kreisbrandrat Christof Grundner wurde zum neuen Vorsitzenden des Bezirksfeuerwehrverbandes gewählt. Bei der Herbstdienstversammlung in Schrobenhausen standen außerdem die Erfahrungen aus zwei großen Waldbrand-Katastrophenlagen im Mittelpunkt.

Die Delegierten der oberbayerischen Stadt- und Kreisfeuerwehrverbände wählten Grundner zum Nachfolger von Dr. Rüdiger Sobotta aus dem Landkreis Weilheim-Schongau. Dieser hatte den Bezirksfeuerwehrverband seit 2019 geführt. Grundner kennt die Verbandsarbeit bereits gut: Seit 2019 war er stellvertretender Vorsitzender.

In Schrobenhausen kamen Führungskräfte zur Tagung- und Versammlung zusammen. Foto: Copyright BFV Oberbayern

In Schrobenhausen kamen Führungskräfte der Feuerwehr zur Tagung zusammen. Fotos: Copyright BFV Oberbayern

Auch die Stellvertretung wurde neu geregelt. Kreisbrandrat Stefan Kreitmaier aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen übernimmt eines der Stellvertreterämter. Wolfgang Schäuble, Leiter der Berufsfeuerwehr München, bleibt ebenfalls stellvertretender Vorsitzender.
Sobotta hatte sich insgesamt mehr als zwölf Jahre in der Vorstandschaft engagiert. Nach seiner Zeit als stellvertretender Vorsitzender von 2014 bis 2019 stand er bis Herbst 2026 an der Spitze des Verbandes. Bei einem Kameradschaftsabend wurde ihm für sein langjähriges Engagement gedankt.

Waldbrände als Schwerpunkt der Fachvorträge

Neben den personellen Entscheidungen bildeten die Erfahrungen aus zwei großen Waldbrandereignissen im Landkreis Traunstein einen Schwerpunkt der Versammlung. Dr. Wolfgang Krämer vom Landratsamt Traunstein und Kreisbrandrat Christof Grundner berichteten dabei aus Sicht der Verwaltung und der Einsatzleitung.
Thema waren unter anderem die Voraussetzungen und Folgen der Ausrufung eines Katastrophenfalls sowie die damit verbundenen organisatorischen Herausforderungen. Bei großflächigen Waldbränden müssen neben der eigentlichen Brandbekämpfung auch zahlreiche Verwaltungsaufgaben bewältigt, Ressourcen koordiniert und Entscheidungen zwischen verschiedenen Stellen abgestimmt werden.

Grundner schilderte zudem den Einsatz moderner Technik. GPS-Tracker können helfen, die Position der Einsatzkräfte in weitläufigen Gebieten im Blick zu behalten. Schwerlastdrohnen bieten zusätzliche Möglichkeiten bei der Erkundung und Einsatzplanung, insbesondere in schwer zugänglichem Gelände. Jörg Häusler, Referent für Katastrophenschutz der Bergwacht Bayern, ergänzte die Ausführungen mit einem Überblick über die besonderen Einsatzmöglichkeiten der Bergwacht im alpinen und unwegsamen Gelände.

Weitere Themen der Herbstdienstversammlung

Die zweitägige Veranstaltung der Regierung von Oberbayern umfasste weitere Themen des Feuerwehr- und Katastrophenschutzes. Dazu gehörten die Lehrgangsverteilung an den staatlichen Feuerwehrschulen für 2027, der Ausbau der Ausbildungskapazitäten, die Arbeit des neu eingerichteten Landesamtes für Bevölkerungsschutz sowie die Neuausrichtung der Ölwehr in Bayern.
Der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Bayern, Hannes Eitzenberger, informierte über die Mitgliederzahlen der bayerischen Feuerwehren. Demnach gab es zuletzt 331.884 aktive Feuerwehrdienstleistende, 54.756 Jugendliche und 33.640 Kinder. Auch die gemeinsame Beschaffung des neuen LF 10 Bayern war Thema: 179 Fahrzeuge wurden von Kommunen bereits verbindlich bestellt.

Mit der Wahl von Christof Grundner übernimmt erstmals ein Vertreter des Landkreises Traunstein den Vorsitz des Bezirksfeuerwehrverbandes. Zugleich konnten die Erfahrungen aus den Waldbrand-Katastrophenlagen in die Arbeit der oberbayerischen Feuerwehrführungskräfte eingebracht werden.
(Quelle: Artikel: Hubert Hobmaier / Beitragsbild, Foto: BFV Oberbayern)

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