Rosenheim – Im Grünholz in Rosenheim sollen im November mehrere Eschen gefällt werden. Nach Angaben der Bayerischen Staatsforsten sind die Bäume am Südrand des Waldgebiets zwischen Panoramakreuzung und Mangfall vom Eschentriebsterben betroffen. Der Forstbetrieb Schliersee begründet die geplanten Fällungen mit möglichen Gefahren durch abbrechende Äste und umstürzende Bäume.
Die Arbeiten sollen sich auf den Südrand des Grünholzes beschränken. Dort verlaufen ein Trampelpfad und eine landwirtschaftlich genutzte Fläche. Mit den Fällungen wollen die Bayerischen Staatsforsten nach eigenen Angaben mögliche Gefährdungen und Schäden in diesen Bereichen verhindern.
Behinderungen auf dem Kiesweg möglich
Während der Arbeiten kann es auf dem Kiesweg zwischen der Miesbacher Straße und dem Mangfalldamm immer wieder zu Behinderungen und Sperrungen kommen. Der Forstbetrieb Schliersee bittet dafür um Verständnis. Die Maßnahme sei im Vorfeld mit der zuständigen Naturschutzbehörde am Landratsamt Rosenheim abgestimmt worden.
Was hinter dem Eschentriebsterben steckt
Auslöser des Eschentriebsterbens ist ein Pilz, das Falsche Weiße Stängelbecherchen. Er befällt Eschen unterschiedlichen Alters und kann schwere Schäden verursachen. Die Krankheit hat sich in den vergangenen Jahren über ganz Bayern ausgebreitet.
Nach Angaben der Bayerischen Staatsforsten können bei erkrankten Bäumen einzelne Äste abbrechen. Zudem würden betroffene Eschen häufig von holzzersetzenden Pilzen wie dem Hallimasch besiedelt. Dadurch könne die Stabilität der Wurzeln leiden. Die Bäume könnten dann unvermittelt umstürzen.
Andere Baumarten für das Grünholz
Ob einzelne Eschen eine Widerstandsfähigkeit gegen die Krankheit entwickeln können, wird derzeit noch erforscht. Die betroffenen Waldflächen sollen in jedem Fall Wald bleiben. Forstbetriebsleiter Lasse Weicht erklärt, dass die Esche dort entweder auf natürlichem Weg oder durch gezielte Pflege der Bestände durch andere standortgerechte Baumarten ersetzt werde.
Für die feuchteren Auwaldstandorte im Grünholz kommen nach Einschätzung der Bayerischen Staatsforsten beispielsweise Eiche, Bergahorn, Ulme, Kirsche, Schwarzpappel und Linde infrage. Wo vorhandene Bäume oder natürliche Verjüngung die entstehenden Lücken nicht schließen, sollen geeignete Baumarten gepflanzt werden.
(Quelle: Pressemitteilung Bayerische Staatsforsten / Beitragsbild: Copyright Bayerische Staatsforsten)


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