München / Bayern – Der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) hat den Vorstoß der CSU zur Entlastung bei der Erbschaftsteuer, insbesondere für Unternehmen, positiv bewertet. Nach Angaben des BIHK könnte eine generelle, belastungsfreie Übertragung von Betriebsvermögen auf die nächste Generation ein wichtiges Signal für den Mittelstand setzen.
„Die generell belastungsfreie Übertragung von Betriebsvermögen auf die nächste Generation wäre nicht nur ein wichtiges Signal für unseren Mittelstand, sondern auch ein Zeichen für eine nachhaltige Finanz- und Steuerpolitik, die auf langfristiges Wachstum und starke Unternehmen setzt“, erklärt BIHK-Chef Manfred Gößl im Vorfeld der CSU-Klausurtagung in Seeon.
Gößl weist zudem darauf hin, dass die aktuelle Erbschaftsteuer auf Betriebsvermögen die Wirtschaft nach Ansicht des BIHK schwächen könne: „Sie hängt wie ein Damoklesschwert über den Betriebsinhabern und den nächsten Generationen. Außerdem vermindert sie das Eigenkapital und die Investitionskraft der Betriebe. Nötig ist aber genau das Gegenteil.“ Nach Einschätzung des BIHK würde ein Ende der Erbschaftsteuer auf Betriebe auch bestehende Unstimmigkeiten und Rechtsunsicherheiten in den Regelungen ausräumen.
Hintergrund: Aktuell wird in Deutschland wieder über die Erbschaftsteuer diskutiert. Die CSU hat angesichts der wirtschaftlichen Lage eine Reihe von steuerlichen Entlastungen für Bürger und Unternehmen vorgeschlagen, darunter auch Änderungen bei der Erbschaftsteuer. Details zur Umsetzung und den bundesweiten Regelungen sind bislang noch offen.
(Quelle: Pressemitteilung BIHK / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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