München – In der Nacht auf Montag (5.4.2026) zog ein 56-Jähriger im ICE 2845 kurz vor der Einfahrt am Münchner Hauptbahnhof die Notbremse und begab sich in den Gleisbereich. Die Gleise wurden daraufhin gesperrt, der Zugverkehr von Nah- und Fernverkehr erheblich beeinträchtigt.
Gegen 23:20 Uhr zog ein 56-jähriger Deutscher im ICE 2845 die Notbremse kurz vor der Einfahrt am Münchner Hauptbahnhof. Anschließend betätigte er die Notentriegelung einer Tür und begab sich, nach den Angaben der Bundespolizei, in den Gleisbereich.
Einsatz der Bundespolizei
Die Notfallleitstelle sperrte daraufhin sämtliche Gleise zwischen dem Hauptbahnhof München und der Donnersbergerbrücke und erteilte allen dort verkehrenden Zügen einen Nothalteauftrag. Die Bundespolizei wurde alarmiert und stellte den psychisch auffälligen Mann wenig später in der Nähe des Stellwerks an der Hackerbrücke.
Da zunächst unklar war, ob sich weitere Personen im Gefahrenbereich aufhielten, blieb die Gleissperrung bis 00:43 Uhr am 7. April aufrechterhalten.
Polizeiliche Maßnahmen und Ermittlungen
Der 56-Jährige wurde zur Wache in der Denisstraße gebracht. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab 0,0 Promille. Nach Abschluss der Maßnahmen konnte der wohnsitzlose Mann die Dienststelle wieder verlassen.
Gegen ihn wurden strafrechtliche Ermittlungen wegen Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen unbefugten Aufenthalts im Gleisbereich und der betriebsstörenden Handlung eingeleitet.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Durch den Vorfall kam es zu massiven Störungen im Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn am Münchner Hauptbahnhof.
(Quelle: Pressemitteilung Bundespolizeidirektion München / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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