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DGB fordert Entlastung für Pendler bei hohen Energiepreisen

Zapfsäule Tankstelle. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

14. März 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Bayern – Steigende Benzin- und Dieselpreise belasten Beschäftigte in Bayern zunehmend. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert kurzfristige Entlastungen und langfristig eine Mobilitätsinfrastruktur, die bezahlbare und klimafreundliche Wege zur Arbeit ermöglicht.

München – Die Energiepreise in Bayern steigen weiter, Pendler spüren dies besonders deutlich. Anfang der Woche lag der Liter E10 in Teilen Oberbayerns bei über 2,50 Euro. „Das ist deutlich zu viel“, sagte Tamara Pohl, Geschäftsführerin der DGB-Region Oberbayern. Zum Vergleich: In Österreich kostete der Liter Benzin am gleichen Tag durchschnittlich 1,71 Euro, in Deutschland lag der Durchschnitt bei 2,03 Euro.

Der DGB hat ein Sofortprogramm vorgestellt, um Beschäftigte vor stark steigenden und schwankenden Energie- und Kraftstoffpreisen zu schützen. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik pendeln rund 4,6 Millionen Menschen in Bayern über die Grenzen ihres Wohnortes zur Arbeit. Besonders außerhalb großer Städte sind viele Beschäftigte auf das Auto angewiesen, da der öffentliche Nahverkehr nicht flächendeckend ausgebaut ist.

„Wenn die Spritpreise steigen, trifft das viele Beschäftigte unmittelbar im Alltag. Für Pendler wird der Weg zur Arbeit schnell spürbar teurer – das gilt umso mehr für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen“, sagte Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern.

Sofortprogramm und Maßnahmen

Das Sofortprogramm des DGB sieht unter anderem folgende Maßnahmen vor:

  • Einführung einer Übergewinnsteuer auf ungerechtfertigte Krisen- und Spekulationsgewinne von Energieunternehmen
  • Strengere Regeln gegen kurzfristige Preissprünge an Tankstellen
  • Direkte Entlastungen für Pendler, beispielsweise durch die Weiterentwicklung der Pendlerpauschale zu einem einkommensunabhängigen Mobilitätsgeld von 17 Cent pro Kilometer, das direkt ausgezahlt oder über den Lohnsteuerabzug verrechnet wird

Aus Sicht des DGB Bayern sollte auch der Freistaat Bayern aktiv werden: „Bayern verfügt über eine solide Haushaltslage. Diese finanziellen Spielräume sollten genutzt werden, um stärker in bezahlbare und verlässliche Mobilität zu investieren und so dringend notwendige Entlastung für Beschäftigte zu schaffen“, betonte Stiedl.

Die aktuellen Preisentwicklungen zeigen zudem ein strukturelles Problem: Bayern ist weiterhin stark von fossilen Energieträgern abhängig. Laut verfügbaren Daten stammen über 60 Prozent des bayerischen Primärenergieverbrauchs aus Öl, Gas und Kohle, während erneuerbare Energien nur gut ein Fünftel ausmachen.

Langfristige Perspektive: klimafreundliche Mobilität

Neben kurzfristigen Entlastungen fordert der DGB Bayern einen schnelleren Ausbau der aus seiner Sicht  klimafreundlicher Mobilität. Dazu zählen ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr, eine moderne Bahn-Infrastruktur sowie der beschleunigte Hochlauf klimafreundlicher Antriebe, insbesondere Elektromobilität. „Nur gemeinsam lässt sich die Entlastung der Beschäftigten erreichen“, sagte Pohl. „Deshalb appellieren wir an unsere Bundestagsabgeordneten in der Region, die Vorschläge des DGB zum Schutz von Pendlern aktiv zu unterstützen.“
(Quelle: Pressemitteilung Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Bayern / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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