Bayern / Deutschland – Kurz vor Ostern hat der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) auf die wachsenden Wettbewerbsnachteile für deutsche Transportunternehmen in der aktuellen Dieselpreiskrise hingewiesen. Während Polen seine Unternehmen und Bürger durch abgesenkte Mehrwertsteuer, auf EU-Mindestniveau reduzierte Energiesteuer und Preisdeckelung entlastet, bleibe eine vergleichbare Antwort der Bundesregierung aus.
„Während Polen seine Bürger und Unternehmen bei den Dieselpreisen entlastet, werden deutsche Transportunternehmen weiter zur Kasse gebeten. Wenn die Bundesregierung jetzt nicht endlich entschlossener handelt, steht das mittelständische deutsche Transportgewerbe vor einem existenziellen Kahlschlag. So verliert Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit!“ – BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt.
Dieselpreis in Polen deutlich unter deutschem Niveau
Nach Berechnungen des BGL liegt der Netto-Dieselpreis in Polen derzeit um 29 Cent je Liter unter dem deutschen Niveau. Bei 10.000 Kilometern Monatsfahrleistung und einem Verbrauch von 30 Litern pro 100 Kilometer entstehen dadurch Mehrkosten von 870 Euro pro Lkw und Monat. Für eine Flotte von 50 Fahrzeugen summiert sich dies auf 522.000 Euro im Jahr.
Darüber hinaus können ausländische Unternehmen mit 900 Litern Tankvolumen und rund 3.000 Kilometern Reichweite Deutschland problemlos durchqueren, ohne hier tanken zu müssen.
Besonders belastend für deutsche Transportunternehmen ist laut BGL die Kombination aus CO₂-Aufschlag auf die Lkw-Maut und CO₂-Bepreisung beim Diesel in Höhe von 17–20 Cent pro Liter, die europaweit einmalig sei. Der Verband fordert, diese Doppelbelastung zu beenden, um die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstands zu sichern.
(Quelle: Pressemitteilung Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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