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Digitalempfang: „Wir müssen umdenken!“

Bayerns Digitalministerin Judith Gerlach bei ihrem Besuch in der Bulls Lounge im Rosenheimer Eisstadion. Foto: CSU Rosenheim

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

17. Mai 2023

Lesezeit: 2 Minute(n)

Rosenheim – Wie wollen wir mit Künstlicher Intelligenz leben? Was ist KI genau? Welche Rahmenbedingungen muss und kann der Freistaat für KI und Digitalisierung schaffen? Diesen Fragen stellten sich die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach und Landtagskandidat Daniel Artmann mit weiteren Diskutanten beim Digitalempfang der CSU Rosenheim Stadt und Land. Über 120 interessierte Gäste folgten der Einladung des JU-Kreisvorsitzenden und Bezirkstagskandidaten für Rosenheim-West, Matthias Eggerl, in die Bulls Lounge im Rosenheimer Eisstadion.

„Das Digitalministerium tickt anders: Wir sind agiler, haben andere Wege der Kommunikation – und uns ist bewusst: Wir dürfen nicht nur die Prozesse digitalisieren, wir müssen die Strukturen ändern und neu denken!“, war das Fazit des Impulsvortrags von Digitalministerin Judith Gerlach mit Blick auf das Ministerium, welches sie seit 2018 neu mit aufgebaut hat, „Der Staat muss rechtliche Rahmenbedingungen für digitale Vorgänge und die Rechte der Bürger in der digitalen Sphäre schaffen“, so Gerlach weiter, welche das Ministerium selbst als Denkfabrik der bayerischen Staatsregierung bezeichnet.

„Digitalisierung betrifft uns alle“

„Digitalisierung betrifft uns alle, vor allem die Arbeit der kleinen und mittelständischen Unternehmen“ stellte Matthias Eggerl, selbst Gastronom und Fahrlehrer fest. „Aktuell kann der Staat mit dem Tempo der Digitalisierung jedoch nicht mithalten“, so Rosenheims 2. Bürgermeister und Landtagskandidat für Rosenheim-Ost, Daniel Artmann, in der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. „Daher brauchen wir als Staat eine Fehlerkultur“, ergänzte Judith Gerlach, „wir dürfen nicht warten, bis eine Technologie völlig ausgereift ist, sondern müssen uns parallel zum globalen Wettlauf der Technologien ständig mitbewegen.“
„KI wird uns in Zukunft unzählige Möglichkeiten bieten, denen wir uns heute noch gar nicht bewusst sein können“, stellte Prof. Dr. Marcel Tilly, der Leiter des Studiengangs Applied Artificial Intelligence an der TH Rosenheim, in welchem vor allem eine Spezialisierung auf die angewandte KI erfolgen soll, fest.

Mit Blick auf die Beziehung zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz betonte Daniel Artmann: „Es sind auch die Köpfe, die wollen müssen“ und fordert zu einem Umdenken um Umgang mit KI auf. „Wir müssen uns aber auch fragen: Wie wollen wir mit KI gut leben? Welchen Regeln brauchen wir dafür? Denn: Ja wir brauchen Regeln, und wir in Europa gehören weltweit zu den ersten, die sich darüber Gedanken machen“, so Digitalministerin Judith Gerlach.

„KI nicht überregulieren“

Der Gründer der Innfactory, Tobias Jonas, gibt mit Blick auf den Artificial Intelligence (AI) Act der europäischen Union dennoch zu Bedenken, dass man KI zwar regulieren müsse, aber auf keinen Fall überregulieren dürfe: „Denn sonst können wir im internationalen Vergleich nicht mehr mithalten“, so der Rosenheimer Software-Entwickler. „KI nutzen und so flankieren, dass man damit arbeiten und leben kann“ war das gemeinsame Fazit der CSU-Veranstaltung.
(Quelle: Pressemitteilung CSU Rosenheim / Beitragsbild: CSU Rosenheim)

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