Traunstein – Unter dem Motto „Zukunft für unsere Jugend“ lud die Initiative Traunstein zu einem Diskussionsabend ins Café Festung ein. Rund 15 Gäste nutzten die Gelegenheit zum offenen Austausch über aktuelle Herausforderungen und Ideen für die Stadt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Stadträtin Susanne Deckert.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen das Traunsteiner Nachtleben, fehlende Schlechtwetterangebote für Jugendliche sowie Fragen zu Verkehr, Ehrenamt und Seniorenangeboten. Mehrere Teilnehmer äußerten den Wunsch nach einer Belebung des Nachtlebens für junge Erwachsene, etwa durch Konzerte oder einen neuen Tanzclub. Bedauert wurde insbesondere die Schließung des Clubs „Kafka“ und der Diskothek „Underground“.
Auch die begrenzten Treffmöglichkeiten für Jugendliche bei schlechtem Wetter wurden thematisiert. Zwar verwiesen die Organisatoren auf bestehende Investitionen wie den Spielplatz in der Au oder das neue Jugendzentrum im Stadtpark, dennoch wurde weiterer Handlungsbedarf gesehen.
Campus Chiemgau und Innenstadt besser vernetzen
Ein weiterer Diskussionspunkt war die stärkere Vernetzung des Campus Chiemgau mit der Innenstadt. „Gerade der Campus Chiemgau soll stärker mit der Innenstadt vernetzt werden“, betonte Margret Friedrich aus Haslach und ergänzte, „Ziel muss es sein, jungen Menschen und Studenten nicht nur einen modernen Lernort zu bieten, sondern zugleich einen attraktiven Lebensraum und einen lebendigen Begegnungsort in der Innenstadt zu schaffen“.
Die 18-jährige Stadtratskandidatin Emmy Deckert kündigte an, die gesammelten Ideen gemeinsam mit jungen Menschen weiter auszuarbeiten.
Ehrenamt, Verkehr und Sicherheit
Neben Jugendthemen spielte auch das Ehrenamt eine wichtige Rolle. Angesprochen wurden unter anderem die Nutzung von Leerstand für soziale Zwecke sowie die Unterstützung von Sportvereinen und Sportstätten. Zudem äußerten mehrere Gäste den Wunsch nach mehr Verkehrssicherheit und einem konfliktfreien Miteinander aller Verkehrsteilnehmer. Die Initiative sprach sich in diesem Zusammenhang für langfristige und nachhaltige Verkehrskonzepte aus.
Seniorenangebote und generationenübergreifendes Wohnen
Auch Seniorenangebote und generationenübergreifendes Wohnen kamen zur Sprache. Kritisiert wurden fehlende nicht kommerzielle Begegnungsräume sowie eine unzureichende Vernetzung bestehender Hilfsangebote. „Wir müssen bei zukünftigen Bauprojekten stärker auf Generationenintegration achten und im Wohnungsbau das Zusammenführen unterschiedlicher Generationen gezielt fördern“, stellte Stadtratskandidat Tobias Huber fest.
Weitere Termine angekündigt
Zum Abschluss zog die Initiative Traunstein ein positives Fazit und kündigte weitere Gesprächsrunden an. Diese finden am 9. Februar im Feuerwehrheim Wolkersdorf, am 12. Februar im Gasthaus zur Post in Kammer sowie am 25. Februar im Angerbauer Hof statt.
(Quelle: Pressemitteilung Traunstein, Hubert Hobmaier / Beitragsbild: Einen bunten Strauß an Themen richteten die Besucher des Gesprächsabends im Traunsteiner Café Festung an die Mitglieder der Initiative Traunstein. Moderiert wurde der Abend von Stadträtin Susanne Deckert (stehend) Copyright Hubert Hobmaier)


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