Rosenheim – Die Durchfahrtsverbote auf der A8 im Landkreis Rosenheim sorgen weiter für Diskussionen. Bei einem Gespräch zwischen Landrat Otto Lederer und Polizeivizepräsident Michael Siefener standen jüngst Nachbesserungen im Fokus – mit Blick auf die Verkehrsbelastung in den Gemeinden.
Polizeivizepräsident Siefener berichtete, dass in den vergangenen Monaten bereits mehrere tausend Fahrzeuge von der Autobahn zurückgeschickt wurden. „Wir werden auch künftig unseren Beitrag zur Durchsetzung der Durchfahrtsverbote leisten, soweit es die Einsatzlage zulässt“, erklärte Siefener. Gleichzeitig betonte er, dass dies nur ein Teil von mehreren Maßnahmen sein könne, um die Belastung für die Anwohner spürbar zu reduzieren.
Verwaltungshelfer sollen Entlastung bringen
Landrat Lederer sieht besonders den Einsatz von Verwaltungshelfern als wichtigen Schritt. „Die größte Verbesserung wäre ohne Zweifel der Einsatz von Verwaltungshelfern. Vorbild könnte hier zum Beispiel das Land Tirol sein. Bei Stau werden dort an zahlreichen Kontrollpunkten speziell geschulte Helfer eingesetzt, die die Verkehrsströme regeln. Diese Forderung nach dem Einsatz von Verwaltungshelfern werde ich schriftlich an das Bayerische Innenministerium richten.“
Sichtbarkeit und Navigationsdienste
Zusätzlich wünschen sich Landrat und Polizei deutliche Hinweise auf die Durchfahrtsverbote direkt an den Autobahnausfahrten. Auch eine mehrsprachige Beschilderung sei sinnvoll, so Lederer. Zudem sei es problematisch, dass aktuelle Navigationsdienste Umleitungen auf die Gemeinden empfehlen – ein Punkt, der bei künftigen Verbesserungen berücksichtigt werden soll.
Seit Sommer 2025 gelten die situationsbedingten Durchfahrtsverbote bei Stau auf der A8 und der A93 an Freitagen, Samstagen, Sonntagen und bayerischen Feiertagen. Ziel ist es, Ausweichverkehr von Ortsdurchfahrten fernzuhalten. Betroffen sind unter anderem die Anschlussstellen Bad Aibling, Rosenheim-West, Rosenheim, Rohrdorf, Achenmühle, Frasdorf, Bernau, Felden, Reischenhart und Brannenburg. Wer trotz Stau abfährt, muss damit rechnen, von der Polizei zurückgeleitet zu werden.
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Trotz dieser Regelungen berichten Bürger weiterhin von Staus in Gemeinden rund um Rosenheim – insbesondere an stark frequentierten Reisetagen. Die Durchfahrtsverbote sollen die Orte entlasten, in der Praxis kommt es jedoch noch zu Herausforderungen.
Das angekündigte Schreiben von Landrat Lederer an das bayerische Innenministerium ist inzwischen verschickt.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Landratsamt Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto ai generiert)


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