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Ein Jahr im Zeichen des Rebhuhns: Vogel des Jahres 2026

Rebhuhn. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich fĂŒr die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.
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6. Januar 2026

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Lesezeit: 2 Minute(n)

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Hilpoltstein / Bayern – Mit dem Beginn des neuen Jahres startet auch die Amtszeit des Rebhuhns als Vogel des Jahres 2026. GewĂ€hlt wurde es im Herbst unter dem Motto „FĂŒr Felder voller Leben“ und löst damit den Hausrotschwanz ab. Nach Angaben der LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson lassen sich die scheuen HĂŒhnervögel in manchen Regionen Bayerns jetzt in kleinen Gruppen von bis zu 25 Tieren, sogenannten Ketten, auf Nahrungssuche in der winterlichen Landschaft beobachten. Besonders auf BrachflĂ€chen, auf denen verblĂŒhte Pflanzen ĂŒber den Winter stehen bleiben, finden sie Nahrung und Deckung.

„Das gemeinsame Überwintern birgt viele Vorteile: In großen Gruppen sind die Tiere sicherer vor Fressfeinden wie FĂŒchsen, außerdem können sie gemeinsam auf Nahrungssuche gehen“, erklĂ€rt Nelson. Junge RebhĂŒhner schließen sich im Winter oft ihren Eltern an. Vor allem Samen von WildkrĂ€utern und GrĂ€sern suchen sie unter dem Schnee, zusĂ€tzlich finden sie ĂŒbrig gebliebene Getreidekörner auf abgeernteten Feldern. Niedrige Hecken, einzelne StrĂ€ucher sowie nicht gemĂ€hte SĂ€ume und Böschungen bieten Schutz.

Rebhuhn beobachten

RebhĂŒhner bleiben Standvögel und ĂŒberwintern im Brutgebiet. Sie sind rundlich, brĂ€unlich gefĂ€rbt, etwa halb so groß wie ein Haushuhn, mit kurzem Schwanz und kurzen Beinen. Meist schreiten sie ĂŒber das Feld; bei Störung fliegen sie dicht ĂŒber den Boden zur nĂ€chsten Deckung und rufen ihr namensgebendes „repreprep“. Nelson rĂ€t: „Wer das Rebhuhn beobachten möchte, sollte sich ruhig verhalten. Hunde anleinen, auf den Wegen bleiben und RĂŒcksicht auf RebhĂŒhner und andere Feldbewohner nehmen.“

Kartierung und Bestandsmonitoring

Wissen ĂŒber Vorkommen und BestĂ€nde ist zentral fĂŒr den Schutz des Rebhuhns. Deshalb beteiligt sich der LBV als Partner des Dachverbands Deutscher Avifaunisten an der Kartierung im Rahmen des Monitorings seltener Brutvögel (MsB). Die nĂ€chste Erfassungsperiode lĂ€uft von Mitte Februar bis Mitte MĂ€rz, wenn die Balz beginnt. Die Kartierung eignet sich auch fĂŒr Neueinsteiger, da sie sich auf eine Art konzentriert und nur wenig Zeit erfordert. Interessierte können sich unter rebhuhn@lbv.de
melden.
(Quelle: Pressemitteilung LBV / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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