Bruckmühl / Landkreis Rosenheim – Noch bis einschließlich 8. März 2026 zeigt die Galerie Markt Bruckmühl (Landkreis Rosenheim) in der Sonnenwiechser Straße 12 Werke von zwei bekannten Künstlern der Region: dem Rosenheimer Maler Fried Stammberger und dem Grafinger Bildhauer Franz Ferdinand Wörle.
Noch bis zum 8. März sind die Werke von Fried Stammberger und Franz Ferdinand Wörle zu sehen. Fotos: Copyright Hendrik Heuser
Die Ausstellung eröffnete Anfang Februar mit einer gut besuchten Vernissage, die von vielen Kunstinteressierten besucht wurde. Ute Bößwetter hielt die Laudatio auf die beiden Künstler. Stammberger, 1940 in Lichtenfels geboren, ist vor allem für seine starkfarbigen, impressionistisch-abstrahierten Blumenbilder bekannt. Wörle, 1952 in Straußdorf bei Grafing geboren, prägte mit seinen Eisenplastiken das äußere Erscheinungsbild der Galerie und übernahm später auch Aufgaben im Galeriebeirat.
Fried Stammberger: Die Farbe als zentrales Ausdrucksmittel
Fried Stammberger begann seine künstlerische Laufbahn mit räumlicher Arbeit, wandte sich aber bald der Malerei zu. In seinen Werken beschäftigt er sich mit verschiedenen Themenbereichen wie Landschaften, floralen Motiven oder abstrakten Wandlungen. Die Farbe ist dabei sein zentrales Ausdrucksmittel. Stammberger trägt sie oft satt auf, übermalt und verwischt sie, um die Wirkung zu verstärken. Besonders Rot und Grün spielen eine wichtige Rolle: Grün steht für die Natur, Rot für Leben, Wärme und Schutz. Auch Blau taucht immer wieder auf und vermittelt eine eher geistige Dimension. Stammberger stellt Bilder möglichst in einem Durchgang her – die Arbeiten, die ohne Unterbrechung entstehen, gelten ihm als besonders überzeugend. Für sein Werk wurde er unter anderem mit dem Seerosenpreis der Stadt München und dem Kulturpreis der Stadt Rosenheim ausgezeichnet.
Franz Ferdinand Wörle: Plastische Präsenz und zeitliche Wirkung
Franz Ferdinand Wörle war Bildhauer, der zunächst mit Materialien wie Glas, Keramik und Holz experimentierte, bevor er in Eisen das Medium fand, in dem er seine Vorstellungen am überzeugendsten umsetzen konnte. Seine Arbeiten – darunter Tore, Stelen und Kasbahs – zeichnen sich durch klare, reduzierte Formen aus, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln variieren und jeweils ihre eigene Präsenz im Raum haben. Wörle lässt seine Werke bewusst altern, sodass die Oberflächen den Lauf der Zeit sichtbar machen. Die Eisenplastiken symbolisieren Lebenszyklen und Vergänglichkeit und prägen seit der Galerieeröffnung 1994 auch das äußere Erscheinungsbild des Hauses.
Besuch und Öffnungszeiten
Die Ausstellung ist mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie samstags und sonntags jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Infos hier.
(Quelle: Artikel: Karin Wunsam / Info Hendrik Heuser / Beitragsbild, Foto: Hendrik Heuser)


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