Rosenheim / Bayern / Deutschland – Viele Menschen halten Wellensittiche als charmante und soziale Mitbewohner. Damit die Ziervögel ihre aufgeweckte Art ausleben können, ist regelmäßiger Freiflug unverzichtbar: Er ermöglicht den Tieren, ihre Instinkte auszuleben, Muskulatur aufzubauen und Stress abzubauen. Der Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) gibt dazu praktische Tipps für einen sicheren und stressfreien Freiflug.
„Freiflug ist für Wellensittiche kein Bonus, sondern eine Bedingung für ein gesundes Leben“, sagt Vogelexpertin Gaby Schulemann-Maier. „Ohne ihn können die Vögel ihre natürlichen Verhaltensweisen nicht ausreichend ausleben, ihre Muskulatur wird schwächer und es kann sogar zu Atemproblemen kommen. Ich empfehle mindestens vier Stunden Freiflug pro Tag. Ein Zuwenig kann zu Übergewicht oder Stressreaktionen wie Federpicken und verstärktem Rückzugsverhalten führen.“
Tipps für sicheren Freiflug
1. Sichere Bedingungen schaffen
Vor dem Freiflug sollten Türen und Fenster geschlossen sowie Spiegel oder Glasflächen markiert werden. Gefährliche Gegenstände, giftige Pflanzen und enge Spalten sollten entfernt werden. Rückzugsmöglichkeiten, erhöhte Sitzstangen oder Schaukeln geben den Vögeln Sicherheit. Ein festes Zimmer für den Freiflug ohne andere Heimtiere ist empfehlenswert.
2. Vögel beim Freiflug in Ruhe lassen
Wellensittiche sollten beim Freiflug den Raum selbst erkunden können. Menschen übernehmen vor allem die Beobachter- und Aufsichtsfunktion, körperliche Nähe kann Stress verursachen. „Interaktion findet eher zwischen den Vögeln selbst statt“, so Schulemann-Maier.
3. Den Rückweg erleichtern
Der Rückweg in den Käfig gelingt am einfachsten über Futter. „Die Tiere suchen ihre bekannten Futterstellen auf. Außerhalb des Käfigs sollte auf zusätzliche Leckereien verzichtet werden. Das Vogelheim bleibt ein vertrauter Rückzugsort, den die Wellensittiche gerne aufsuchen“, erklärt die Expertin.
(Quelle: Pressemitteilung IVH – Industrieverband Heimtierbedarf / Beitragsbild: Symbolfoto re)


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