Micheldorf / Kärnten – Ein Happy End kurz vor Weihnachten: Damhirsch „Bruno“ und vier weitere Hirsche haben auf Gut Aiderbichl Kärnten ein neues Zuhause gefunden – und sind damit dem sicheren Tod entgangen.
Damhirsch Bruno und vier weitere Hirsche haben in letzter Minute auf Gut Aiderbichl Kärnten ein neues Zuhause gefunden. Fotos: Copyright Wolfgang Handler
Im Sommer waren sechs von sieben Damhirschen aus einem Gehege in Maiernigg (Kärnten) entkommen. Die Tiere streiften entlang der Sattnitz und durch das Siedlungsgebiet rund um den Abfluss des Wörthersees. Freilaufendes Wild stellt jedoch eine erhebliche Gefahr für den Straßenverkehr dar. Zwei der Hirsche mussten bereits geschossen werden.
Gehege sollte aufgelöst werden
Dass Hirsch Bruno und seine vier Artgenossen überleben konnten, ist dem Einsatz mehrerer Tierfreunde zu verdanken. Bruno hatte sich im Sommer so sehr an Menschen gewöhnt, dass Anwohner ihn aus der Hand füttern konnten. Gemeinsam mit drei weiteren entlaufenen Hirschen wurde er im Herbst zurück in das Gehege gebracht – doch dann drohte erneut Gefahr: Das Gehege sollte aufgelöst werden.
Tierschützerin Irina Lino und der zuständige Jagdleiter der Jagdgesellschaft Klagenfurt-Viktring, Klaus Riegler, setzten sich dafür ein, Alternativen zu finden. Kurz vor Weihnachten kam die entscheidende Lösung: Gut Aiderbichl erklärte sich bereit, alle fünf Hirsche aufzunehmen.
Hirsch Bruno und seine vier Artgenossen sind nun auf Gut Aiderbichl in Micheldorf in Sicherheit.
„Als wir das 2,6 Hektar große Gelände sichteten, in dem sich die Hirsche aufhielten, war schnell klar: Das wird kein Honiglecken“, berichtet Markus Leitner, Gutsleiter von Gut Aiderbichl Kärnten. Die Tiere wurden über steiles Gelände transportiert. Ein Tierarzt begleitete die Aktion und sedierte die Hirsche sanft, um Stress zu vermeiden. Stunden später waren alle Tiere sicher auf dem Weg nach Micheldorf.
„Ich bin Tierschützerin, seit ich denken kann“, sagt Irina Lino. „Bruno ist mir sehr ans Herz gewachsen. Dass er und die anderen jetzt leben dürfen, ist für mich ein echtes Weihnachtswunder.“
Markus Leitner ergänzt: „Ein herzliches Dankeschön gilt allen Beteiligten – von den engagierten Tierfreunden über das Tierärzteteam bis hin zu den unterstützenden Medien. Diese Geschichte erzählt von echtem Mitgefühl!“
(Quelle: Pressemitteilung Gut Aiderbichl / Beitragsbild, Fotos: Wolfgang Handler)




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