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Geldsystem im Wandel: Kryptowährungen, Schattenbanken und die Rolle des Staates

Geldkassette mit Bargeld. Foto: re

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

21. Februar 2026

Lesezeit: 2 Minute(n)

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Rosenheim – Auf Einladung von Attac Rosenheim spricht der Finanzmarktexperte Alfred Eibl am Dienstag, 24. Februar, 19.30 Uhr,  im „Z“ Rosenheim über aktuelle Entwicklungen im Geld- und Zahlungssystem. Dabei geht es unter anderem um Kryptowährungen, Schattenbanken, neue Finanzinstrumente und private Parallelsysteme sowie die Frage, welche Rolle Politik und Zentralbanken im Schutz des Gemeinwohls spielen.

Für Eibl sind Politik und Zentralbanken in der Pflicht, den dezentralen Zugang zu analogen Zahlungsmitteln und Dienstleistungen zu sichern – insbesondere zu Bargeld und Filialbanken. Geld müsse als öffentliches Gut behandelt und digitale Angebote unter öffentlicher Kontrolle gehalten werden.

Eibl plädiert für staatliche Verantwortung

Für Eibl ist Geld in einer arbeitsteiligen kapitalistischen Wirtschaft unverzichtbar für Warenaustausch, Spar-, Kredit- und Investitionsvorgänge. Er erklärte: „Seinen Nutzen eignen sich gegenwärtig zum allergrößten Teil jedoch private Akteure an, die in Krisenfällen auf die Rettung durch staatliche Institutionen setzen.“

Darüber hinaus beobachtet Eibl den wachsenden Schattenbankenbereich, der weitgehend unkontrolliert agiere. Fintechs, Kryptowährungen und Stablecoins würden sich rasend schnell  entwickeln und  teilweise ebenso schnell wieder pleite gehen. Große digitale Plattformunternehmen wie Google, Facebook und Apple würden zudem eigene Zahlungssysteme aufbauen.

Eibl ist der Meinung, dass die Zentralbanken als Hüterinnen des öffentlichen Gutes bisher keine überzeugenden Antworten auf diese Entwicklungen gefunden hätten. „Das gesetzliche Zahlungsmittel muss der Anker allen Geldes bleiben“, so Eibl. Politik und Zentralbanken seien aufgefordert, den dezentralen Zugang zu Bargeld und Filialbanken zu erhalten und gleichzeitig digitale Zahlungsmöglichkeiten unter öffentlicher Kontrolle zu schaffen. Technisch sei dies machbar: Zentralbankgeld könne als elektronisches Zahlungsmittel zirkulieren und von Banken auf konkursfesten Girokonten verwaltet werden. Ein exklusiver Zugriff von Banken auf digitales Zentralbankgeld sei hingegen überholt.

Der Vortrag findet am Dienstag, 24. Februar 2026, um 19:30 Uhr im „Z“ Rosenheim, Innstr. 45a, statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen, Fachkenntnisse werden nicht vorausgesetzt.
(Quelle: Pressemitteilung Attac Rosenheim / Beitragsbild: Symbolfoto re)

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