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Innpuls-Tagebuch – Hinter den Schlagzeilen: Unser persönlicher Wochenrückblick

Karin Portrait-Foto. Flotomontage mit Hintergrund.

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

27. März 2026

Lesezeit: 3 Minute(n)

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Rosenheim – Stell dir vor, wir sitzen zusammen bei einem Kaffee – und ich erzähle dir, was in der vergangenen Woche bei uns in der Redaktion los war. Genau darum geht es im Innpuls-Tagebuch: Wir geben unsere persönliche Sicht auf ausgewählte Themen, die sonst neutral in unseren Artikeln stehen.
Dazu gibt es Einblicke aus unserem Redaktionsalltag – kleine Anekdoten, besondere Momente oder kurze Geschichten, die zeigen, wie wir arbeiten und was uns beschäftigt. Mal ernst, mal locker – aber immer aus unserer Sicht.

 

 

Eintrag vom Freitag, 27. März 2026:

Diese Woche war eindeutig von der Oberbürgermeister-Stichwahl am vergangenen Sonntag /22.3.2026) geprägt. Ich muss gestehen: Normalerweise benutze ich das Wort „Paukenschlag“ nie – in den Medien wird es gefühlt für alles überstrapaziert. Aber als das Ergebnis feststand, war es das erste Wort, das mir in den Sinn kam: Andreas März (CSU), nach sechs Jahren abgewählt, Abuzar Erdogan, bisher SPD-Fraktionssprecher, wird der neue Rosenheimer Oberbürgermeister. Paukenschlag.

Für uns bei Innpuls.me war die Wahl auch aus technischer Sicht ein Paukenschlag: Unser Liveticker aus dem Rathaus wurde so oft aufgerufen, dass der Dienst komplett überlastet war. Nichts ging mehr – mitten in einer Situation, in der es noch so viel zu berichten gegeben hätte. Wir haben dann unsere Social-Media-Kanäle genutzt, um weiter zu informieren. Trotzdem extrem ärgerlich – sowohl für unsere Leser als auch für uns. Fazit: Wir investieren jetzt in einen leistungsfähigeren Server, damit solche Spitzen in Zukunft abgefangen werden können.

Wahl das Gesprächsthema in dieser Woche

Die Wahl selbst blieb die ganze Woche Gesprächsthema. Wo ich auch hinkam, immer wieder die Frage: Warum? Zu meiner Sicht habe ich bereits einen Kommentar verfasst. Was mich aber besonders bewegt hat, ist die menschliche Komponente. Kurz nach 19 Uhr am Sonntagabend war das Ergebnis bekannt – und damit wurde das Leben von zwei Rosenheimern komplett auf den Kopf gestellt. Von einem Moment auf den anderen ist man Oberbürgermeister oder eben nicht mehr. Gerade für den Verlierer muss das extrem belastend gewesen sein: vor die Medien treten, das Scheitern eingestehen, Fragen beantworten, obwohl man selbst wahrscheinlich noch gar nicht realisiert hat, was passiert ist. Mich hat das ehrlich gesagt sehr berührt.

Die Politik geht danach trotzdem weiter. Bei Andreas März werden auch einige Stadträte bald nicht mehr dabei sein. Das war bei den Sitzungen diese Woche spürbar – die Atmosphäre hat sich merklich verändert. Mit Rudolf Hötzel von den Republikanern habe ich übrigens schon ein Interview für nächste Woche vereinbart – Kaffeetermin steht.

Hinter den Kulissen – Ausschuss, Bahnhofsvorplatz und Kunst

Bei der Ausschusssitzung für Verkehrsfragen und ÖPNV am gestrigen Donnerstag habe ich gesundheitlich geschwächelt und die Josefa hatte schon einen anderen Termin – glücklicherweise haben mich Kollegen per WhatsApp live auf dem Laufenden gehalten. Ein Punkt brachte mich besonders zum Kopfschütteln: die Diskussion über den Bahnhofsvorplatz. Es ging wieder einmal um zu wenig Grün, alte Bäume, die für die Neugestaltung gefällt wurden, und das Gesamtbild des Platzes.

Die SPD-Stadtratsfraktion hat im August letzten Jahres ein Begrünungs- und Aufenthaltskonzept für den Südtiroler Platz auf den Weg gebracht, um das Areal attraktiver zu machen. Mal sehen, was daraus wirklich wird. Aber mal ehrlich: Warum nicht gleich von Anfang an richtig gestalten?

Persönliche Anekdote der Woche – Führerschein-Chaos

Der Alltag hat dann noch seine eigenen Herausforderungen bereit gehalten – ein Behördengang. 

Josefa möchte in diesem Jahr den Motorradführerschein machen. Nach der Anmeldung in der Fahrschule muss man ja in der Zulassungsstelle den Antrag auf Erteilung der Fahrerlaubnis stellen. Sollte unkompliziert sein – könnte man meinen. Aber der nächstmögliche Termin wurde ihr erst für Juli 2026 angeboten – drei Monate Wartezeit, nur um einen Antrag abzugeben!

Und dann muss der Antrag noch bearbeitet werden. Bis es soweit ist, ist es dann auch schon wieder Winter. Vorbei mit der Motorradsaison. Nun gut, Josefa hatte dann doch noch Glück: Sie hat gestern fast 3 Stunden  permanent bei der Online-Terminvergabe auf Aktualisierung gedrückt und konnte so schließlich tatsächlich einen Termin übernehmen, der durch eine Absage frei wurde. Ende gut, alles gut? Nein, nicht wirklich. Ein Unternehmen würde mit solchen Wartezeiten seine Kunden vergraulen – und letztendlich ist auch die Stadtverwaltung ein Dienstleister. 
Also, da besteht deutlicher Verbesserungsbedarf.

Für uns ist das damit auf alle Fälle auch ein Thema, das medial unbedingt aufgegriffen werden sollte. Wir überlegen aktuell, ob wir selbst darüber berichten oder die Kollegen eines anderen Mediums damit beauftragen – denn eigene Betroffenheit widerspricht unserem Grundsatz der Neutralität.

Liebe Grüße aus der Redaktion
Karin 

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