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Jahresrückblick 2021 für die Stadt Rosenheim

Rosenheim von oben

Karin Wunsam

Schreibt immer schon leidenschaftlich gern. Ihre journalistischen Wurzeln liegen beim OVB-Medienhaus. Mit der Geburt ihrer drei Kinder verabschiedete sie sich nach gut 10 Jahren von ihrer Festanstellung als Redakteurin und arbeitet seitdem freiberuflich für die verschiedensten Medien-Unternehmen in der Region Rosenheim.

28. Dezember 2021

Lesezeit: 4 Minute(n)

Rosenheim –  Wir blicken zurück. Was ist in der Stadt Rosenheim alles passiert im Jahr 2021? Der Jahresrückblick von Innpuls.me klammert gezielt das Thema „Corona“ aus und schaut auf die anderen Dinge, die sich in den vergangenen 12 Monaten ereignet haben.
Der aus unserer Sicht erfreulichste Termin des Jahres 2021 war die offizielle Einweihung des neuen Tierheims Rosenheim Anfang September. „Wir sind durch ein Tal der Tränen gegangen“, erinnerte Rosenheims ehemalige Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer beim Spatenstich im Januar 2019 an die zurückliegende harte Zeit des Rosenheimer Tierschutzvereins. Viele Jahre lang folgte auf jeden kleinen Hoffnungsschimmer ein derber Rückschlag. Derweilen gestaltete sich das Leben für die Tiere in den völlig veralteten Räumlichkeiten und das Arbeiten für die Mitarbeiter des Tierheims zunehmend schwieriger.
Die Freude über die neuen Räumlichkeiten ist bei Mensch und Tier groß. Etwa 150 Tiere beherbert das Tierheim Rosenheim dauerhaft. Rund 500 durchlauen jedes Jahr die Einrichtung. In den neuen Gebäuden können sie sich jetzt rundum wohl fühlen – solange bis für sie ein neues Zuhause gefunden wird.
Alle Tierzimmer sind hell und freundlich gestaltet mit vielen Rückzugs- und Spielmöglichkeiten. Für die Hunde gibt es jetzt sogar einen Hundeteich zum Plantschen. Auch Auslaufmöglichkeiten sind ausreichend vorhanden. Ebenso wichtig sind aber auch gute und hygienische Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter. Auch dafür wurde alles getan.
Blick in das neue Katzenhaus des Tierheims Rosenheim. Foto: Tierheim Rosenheim
Mit einem Jahr verspätung verlieh Rosenheims Oberbürgermeister Anfreas März an seine Vorgängerin Gabriele Bauer die Ehrenbürgerwürde. Damit ist sie die erste Frau, die in die Reihe der Ehrenbürger aufgenommen wurde. 18 Jahre lang war Gabriele Bauer Rosenheims Stadtoberhaupt.
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Vor sieben Jahren entstand dieses Video, nachdem Gabriele Bauern in ihrem Amt als Rosenheims Oberbürgermeisterin bestätigt wurde. 2020 verabschiedete sie sich in den Ruhestand.
Am 14. Januar verlohr Rosenheim einen seiner bekanntesten Söhne: der weltberühmte Magier Siegfried Fischbacher starb im Alter von 81 Jahren in seinem Luxusanwesen „Little Bavaria“ in Las Vegas. Er erlag einem Krebsleiden. Aufgewachsen in bescheidenen Verhältnissen im Rosenheimer Ortsteil Kastenau „zauberte“ er sich zusammen mit seinem Partner Roy Horn bis in die Spielermetropole Las Vegas. Dort traten die beiden zusammen mit ihren weißen Tigern im Hotel „The Mirage“ auf. Trotz Erfolg blieb er seiner Heimat immer treu und besuchte sie auch regelmäßig. Sein Partner Roy Horn starb acht Monate vor ihm.
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Der Sommer 2021 geht auch ein als der Sommer der heftigen Unwetter. Auch in der Stadt Rosenheim gab es kaum ein paar Tage am Stück ohne Unwetterwarnung. Das Ausmaß der Schäden blieb in der Stadt aber vergleichsweise gering im Gegensatz zu Orten wie Halfing. Dort geriet sogar der Kirchturm in Schieflage.
Nach dem schweren Unwetter am 29. Juli im Chiemgau bot sich vielerorts, wie hier in Halfing, ein Bild der Verwüstung. Foto: Josefa Staudhammer
Stars wie Rea Garvey, Hannes Ringlstetter, Gil Ofarim, Michael Schulte und Jan Delay kamen zum Strandkorb-Festival in den Mangfallpark Süd. Die Resonanz bei den Besuchern durch die Bank gut. Aktuell laufen bereits die Planungen für das Rosenheimer Sommerfestival 2022 auf Hochtouren. Einen Auftritt zugesagt haben bereits unter anderem „The Bosshoss“, „Clueso“ und James Blunt.
Rund 500 Strandkörbe im Mangfallpark Süd boten Platz und genügend Abstand beim „Strandkorbfestival.“ Foto: Josefa Staudhammer
Kaum ein Thema bewegte auch 2021 so sehr die Gemüter wie der Brenner-Nordzulauf. Die Sorgen sind vielerorts groß. Bis Ende 2020 konnten Bürger, Gemeinden und Vereine ihre Stellungnahme zu den fünf vorgeschlagenen Trassen abgeben. Die Ergebnisse wurden dann am 28. Janaur Wirtschaftsminiser Hubert Aiwanger in Rosenheim vorgestellt.
Das Thema „Brenner-Nordzulauf“ bewegt die Gemüter in der gesamten Region Rosenheim. Foto: Karin Wunsam
Bis November war der Brückenberg eine Großbaustelle. Die Sanierung einer der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt Rosenheim kostete insgesamt rund 2,5 Millionen Euro.
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Die Sanierungs der Brückenbergs macht die Situation für Autofahrer in der Stadt nicht einfacher.
Um das Angebot an bezahlbarem und attraktiven Wohnraum in Rosenheim zu erhöhen, errichtet die Stadt Rosenheim in der Marienbergerstraße eine Wohnanlage, bestehend aus 5 Häuzsern mit 108 geförderten Wohnungen. Es entstehen 40 2 bis 4 Zimmerwohnungen zur Vermietung und 68 Appartements, die das Romed-Klinikum mit Pflegepersonal belegen wird.
Das Grundstück auf dem ehemaligen Hubauer-Gelände  ist rund 5000 Quadratmeter groß. Baubeginn war im Herbst 2020. Richtfest wurde am 22. September 2021 gefeiert. Die Fertigstellung soll gestaffelt von Sommer bis Herbst 2022 erfolgen
(Quelle: Presseagentur Dieterle und Partner)
In der Marienbergerstraße entsteht eine neue Wohnanlage. Foto: Presseagentur Dieterle und Partner
In der Lena-Christ-Straße in unmittelbarer Nähe zur Technischen Hochschule Rosenheim entstehen 211 MItwohnungen. Am 15. Juli fierte das Bauprojekt der Wohnungsbaugesellschaft GRWS Richtfest. 101 der Wohnungen sind staatlich gefördert, die übrigen sind frei finanziert. Die ersten Wohnungen werden voraussichtlich im Frühjahr 2022 bezugsfertig sein. Ingesamt sollen dort rund 600 Menschen ein Zuhause finden.
So soll laut Entwurf das neue Wohngebiet aussehen. Foto: Presseagentur Dieterle und Partner
Auch bei dem GRWS-Bauvorhaben „An der Kaltenmühle“ hat sich im vergangenen Jahr einiges getan. Rund 30.000 Quadratmeter ist das Areal südlich der sogenannten Panorma-Kreuzung groß. Das Bauvorhaben soll zu einer weiteren Entspannung auf dem Wohnungsmarkt führen. Die GRWS plant dort auf einem Teil des Geländes 106 Wohnungen. Erste vorbereitende Maßnahmen zur Grundstücksfreimachung mit archäologischen Untersuchungen, Freilegungen und Dokumentationen sowie Untersuchungen zur Kampfmittelfreiheit sind erfolgt. Das Bebauungsplanverfahren wurde im April 2021 durch die Stadt Rosenheim abgeschlosssen. Im Frühjahr 2022 soll mit den Bauarbeiten begonnen werden. Fertigstellung ist für Anfang 2024 geplant.
(Beitragsfoto: Herbert Borrmann)

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